Gesundheitsvorsorge auf zwei Rädern

Mittwoch, 11. November 2009

Radfahren ist nicht nur praktisch und macht Spaß: Wer morgens mit dem Fahrrad stau- und stressfrei zur Arbeit kommt und damit seinen Kreislauf in Schwung bringt, erreicht wach, konzentriert und gut gelaunt seinen Arbeitsplatz. Dies wirkt sich nicht nur gut auf die morgendliche Stimmung aus, sondern langfristig auf die Gesundheit.

Wer regelmäßig Fahrrad fährt, kann so fit sein wie ein zehn Jahre jüngerer Mensch, der sich kaum oder selten bewegt. Das besagen Studien wie von der Weltgesundheitsorganisation WHO (WHO-Charta „Verkehr, Umwelt und Gesundheit“). Denn regelmäßige Bewegung senkt das Risiko für viele Krankheiten und Beschwerden. Schon mit 30 Minuten leichter Bewegung wie Radfahren wird die körperliche Fitness besser. Das Praktische: Die halbe Stunde kann aufgeteilt werden – zum Beispiel mit den Wegen morgens zur Arbeit und am Nachmittag wieder zurück, mit kleineren Besorgungen oder der Feierabendtour.
Der ADFC Bremen bietet fast täglich eine Radtour in Bremen-Nord, Bremerhaven oder Bremen an unter www.radtouren-bremen.de

Vom Kopf bis zu den Beinen: Radfahren hat viele gesundheitliche Vorteile, wenn man regelmäßig fährt. Es ist bewegungsintensiv, beansprucht große Muskelgruppen, stärkt die Kondition und wirkt darüber hinaus auch antidepressiv. Laut Studien ließe sich fast jede zweite leichte Depression mit regelmäßiger Bewegung verhindern. Die Lunge wird in moderatem Fahrtempo gleichmäßig mit Sauerstoff gefüllt. Das kräftigt die Atemmuskulatur, verbessert die Ventilation der Lunge und schützt so vor Infekten. Regelmäßiges Radfahren stärkt auch das Herz-Kreislauf-System. Die verbesserte Pumpleistung des Herzens bringt den Blutkreislauf in Schwung. Dabei wird schädliches Cholesterin abgebaut und gleichzeitig der Fettstoffwechsel angekurbelt.

Beim Radfahren werden nicht nur die Muskulatur an den Beinen beansprucht, sondern auch an Rumpf und Bauch. Bei leicht nach vorn gebeugtem Oberkörper werden auch Rücken-, Schulter- und Armmuskeln gekräftigt. Die regelmäßig beanspruchten Muskeln stützen nicht nur das Skelett, der Körper sieht obendrein auch straffer aus. Wer viel im Sitzen arbeitet, verschafft mit Radfahren den Gelenken einen wichtigen Bewegungsausgleich. Tipp: In kleinen Gängen bei hohen Kurbelumdrehungen fahren – das bewahrt das Knie vor zu starkem Druck. Leicht angewinkelte Arme dämpfen Stöße und schonen die Ellenbogen.

Aber: keine Bewegung ohne Spaß: Viel wichtiger als Höchstleistungen ist das regelmäßige Radeln in moderatem Tempo und dazu eine ausgewogene Ernährung.

Weitere Infos zum gesunden Radfahren stehen auf www1.adfc.de/Gesundheit sowie hier unter der Kategorie „Gesundheit

Diese Tipps wurden vom Team der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ zusammengestellt.

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Foto: ADFC

HAUS IM PARK Bremerhaven – mit Witz und motiviert mit dem Rad zur Arbeit

Donnerstag, 5. November 2009

In vielen Betrieben  löst die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ ein hohes Maß an Kreativität und Engagement aus, so auch im HAUS AM PARK. Wo das Betriebsklima so rund läuft, macht die Arbeit sicher auch viel Freude.

Vielen Dank für die nette Post aus Bremerhaven!

Der überdachte Fahrradstand im HAUS IM PARK (HIP) war gerade fertig geworden, als im letzten Jahr die Aktion der AOK und des ADFC „Mit dem Rad zur Arbeit“ begann. Und so – wie wir den Bewohnerinnen und Bewohnern Gutes tun – genauso sollte mit diesem überdachten Fahrradstand für die Fahrräder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein trockenes und gepflegtes „Zu Hause“ geboten werden. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten kommen täglich mit dem Rad zur Arbeit. In diesem Jahr nun hatten wir uns entschlossen, an der Aktion der AOK und des ADFC teilzunehmen.

Eine freiwillige Mitarbeiterin erklärte sich bereit, Informationen zu besorgen und die Koordination zu übernehmen.

Es gab für uns viele Gründe, sich an dieser Aktion zu beteiligen: Spaß soll es machen, gelegentlich auch einmal zusammen zur Arbeit radeln, wenn es passt. Erfahrungen austauschen, über besonders schöne und ruhige Radwege zur Arbeit zu gelangen. Dabei locken attraktive Preise und letztendlich können wir auf diese Weise unsere Gesundheit fördern und unsere Arbeitsstätte bekannter machen.

Das HAUS IM PARK – Das Zuhause für Menschen mit Demenz – eine Pflegeeinrichtung in der überwiegend Menschen mit schwerer bis schwerster Demenz leben. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Umgang mit Menschen mit Demenz geschult. Ohne eine erste Grundschulung kann niemand – weder in der Hauswirtschaft, Verwaltung, Sozialbetreuung noch in der Pflege – seine Arbeit im HIP aufnehmen. Fortbildungen zu diesem Thema werden ständig angeboten und sind Grundvorrausetzung, um Menschen mit Demenz einen wertschätzenden Umgang zu bieten.

Beim ersten Treffen wurden dann die kleinen Fahrradkalender der Aktion verteilt. Alles ganz einfach, denn die AOK und der ADFC haben hier unbürokratisch gehandelt. Ein erstes Foto wurde von den radelnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemacht, die gerade Dienst hatten. Los ging’s. Viele traten noch mehr als sonst in die Pedalen, alle Fahrten zur Arbeitsstätte wurden eingetragen. Urlaub und freie Tage waren abzuziehen und manchmal war das schlechte Wetter mit Blitz und Donner auch ein Hindernis.

Vom überdachten Fahrradstand mit LOGO1

Ende Juli trafen sich einige der radelnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, um zu überlegen, wie wir uns lustig in Szene setzen können.

Bei Wasser und Obst nahmen wir uns eine Auszeit vor dem Café Böhnchen. Da hatte unsere Einrichtungsleiterin, Frau Sauerwald die Idee, dass alle Radlerinnen und Radler Fahrradhelme eigenwillig schmücken und wir wollten dann Fotos davon machen.


Dies sind unsere Favoriten der geschmückten Fahrradhelme.

Einige verrieten auch schon einmal die Namen für ihre Fahrradgruppe. Da gab es viel Originelles, Lustiges und Phantasievolles zu hören. „Die drei flotten“ – „Easy Rider“ – „Pedalino“… Der dritte und letzte Monat dieser wunderbaren Aktion ging langsam zu Ende. Einige waren noch im Urlaub. Die meisten von uns haben die zu erbringenden 20 Arbeitstage mit dem Rad zur Arbeitmehr als doppelt erfüllt.

Genauso begeistert, wie es am Beginn gewesen ist, so ging auch diese Aktion zu Ende und alle TeilnehmerInnen – ohne Ausnahme – radeln fleißig weiter, es gab keine einzige „Nur Aktion-RadlerIn“.

Bremerhaven, den 07.09.2009

Angela Geermann


Fahrradaktive Betriebe in Bremen – Übersichtskarte

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Knapp zweihundert Betriebe haben sich seit dem Jahr 2004 am Wettbewerb „fahrradaktiver Betrieb“ in Bremen, Bremen-Nord und in Bremerhaven beteiligt.

Der ADFC hat jetzt eine Übersicht der Betriebe auf einer Google-Map erstellt. Damit wird die große Menge und Vielfalt von Betriebsstätten deutlich. Denn immer mehr Unternehmen setzten sich für ihre Rad fahrenden Mitarbeiter/innen ein.

Hauptthema in den Betrieben ist das sichere und trockene Fahrradparken. Doch auch Werkstattleistungen für Radfahrer werden öfter angeboten.
Und das Abteilungsleiter oder Chefs selber mit dem Rad zur Arbeit fahren, ist in Bremen überhaupt keine Seltenheit.


Wolfgang Golasowski: Vorbildlich fahrradaktiver Staatsrat

Dienstag, 27. Oktober 2009

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa richtet sich jedes Jahr mit dem Zusatzwettbewerb „fahrradaktiver Betrieb“ an Bremer Unternehmen und appelliert an deren Verantwortung für die Rad fahrenden Arbeitnehmer/innen und Kunden. Der Zusatzwettbewerb flankiert die bundesweite Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“.

Doch auch nach innen ist der Umweltsenator aktiv und motiviert die eigenen Mitarbeiter seiner Behörde, das Rad als tägliches Verkehrsmittel zu benutzen. Zum Abschluss der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2009“ hatte der Staatsrat beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Wolfgang Golasowski, die teilnehmenden Mitarbeiter seines Hauses zum Betriebs-Fahrradausflug eingeladen.

Zwei Ausflugsrouten wurden angeboten: durch den neuen Weserufer-Park mit einem Vortrag von Frau Stief, Deichverband „Links der Weser“, und durch den Park Links der Weser mit fachkundiger Führung von Frau Nobel vom Verein „Park Links der Weser“. Beide Touren wurden von ADFC Radtourenleitern begleitet.

Staatsrat Golaswoski, der mit der zweiten Gruppe durch den Park Links der Weser fuhr, konnte dort auch die aktuellen Diskussionen über die Anbindung der A281 an die A1 bei Brinkum erläutern.

Die Gruppen trafen sich anschließend zum Kaffee+Kuchen am Cafe Sand, das im Freien bei schönstem Septemberwetter stattfinden konnte.

Als Arbeitgeber mit sehr guten Teilnehmerzahlen bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ macht der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa auch als „fahrradaktiver Betrieb“ eine gute Figur.

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Fotos: Antje Späder, Ronald Schelb

Tipps gegen Kälte und Dunkelheit – Radfahren im Herbst

Montag, 5. Oktober 2009

Die Gesundheitskampagne Mit dem Rad zur Arbeit 2009 ist schon lange vorbei. Dennoch: das persönliche Fitnessprogramm kann mit nur wenig Aufwand bis weit in den Herbst ausdehnt werden. Da es morgens oftmals noch kälter und auch noch dunkler ist, sollten die folgenden Tipps beherzigt werden, damit die Fahrt mit dem Rad zur Arbeit auch weiterhin Spaß macht.

Zwiebelprinzip: Wer mit der kühlen Morgenluft seiner Haut eine Frischzellenkur verpasst, kommt bestimmt wach zur Arbeit. Um nicht zu frieren, sollte man auf dem Rad aber eine Extraschicht mehr anziehen – aber auch wieder loswerden können, wenn sich die Sonne durchgesetzt hat. Für Radfahrten bietet sich wind-undurchlässige Kleidung an, die gleichzeitig atmungsaktiv ist.

Wenn morgens der Regen an der Fensterscheibe klopft, muss das kein Grund sein, auf die Radfahrt zu verzichten. Regenhose und -jacke für Radfahrten lassen sich praktisch und klein zusammengefaltet in der Tasche mitführen. So wird niemand auch nicht während der Fahrt überrascht: Regenhosen sind so weit geschnitten, dass sie sich problemlos über die Hose ziehen lassen. Mit einem durchgehenden seitlichen Reißverschluss lassen sie sich leicht wieder loswerden. Gegen nasse Füße gibt es im Handel sogar Gamaschen für die Alltagsschuhe. Wichtig bei Regenjacken: die Kapuze soll sich mit dem Kopf bewegen, damit das Sichtfeld nicht eingeschränkt ist. Ragt die Kapuze etwas über den Kopf, bleibt auch das Gesicht trockener.

Sehen und gesehen werden: Helle Kleidung macht Radfahrer im Straßenverkehr sichtbarer. Genauso wichtig ist, dass man selbst morgens im Dunkeln etwas sieht – dass das Licht am Rad funktioniert. Das Fahrrad erfährt im Herbst mit Nässe und Matsch einen Härtetest. Also am besten einmal gründlich im Fachhandel durchchecken lassen.

Viele Fahrradhändler bieten einen Komplett-Check an, bei dem nicht nur das Licht geprüft – und gegebenenfalls wieder in Ordnung gebracht wird -, sondern auch alle Lager, Kette und Verbindungen geschmiert werden. Die Wartung lohnt sich: sie verhindert Rost, verlängert die Lebensdauer des Rads und erhöht den Fahrspaß.

Auf www.adfc.de/beleuchtung sind weitere Tipps und Hintergründe zur Fahrradbeleuchtung.

Diese Tipps kommen vom Team der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“

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perfekter Allwetterschutz gefunden bei bikehugger

Henry Lamotte unterstützt Stiftung Waldheim

Montag, 28. September 2009

Immer mehr Beschäftigte der Firma Henry Lamotte fahren MIT DEM RAD ZUR ARBEIT. In diesem Jahr meldeten sich bereits 48 von 200 Beschäftigten zur großen Gemeinschaftsaktion an. Eine stolze Quote, wenn man bedenkt, daß das Unternehmen wenig fahrradfreundlich ganz hinten im Güterverkehrszentrum (GVZ) angesiedelt ist. Durchschnittlich fahren die teilnehmenden Mitarbeiter am Tag 26 Kilometer weit! Im Jahr 2008 war Firma Henry Lamotte darum als fahrradaktiver Betrieb ausgezeichnet worden.

In diesem Jahr einigten sich die Firmenleitung und die Rad fahrenden Mitarbeiter/innen auf ein zusätzliches soziales Ziel: Für jeden gefahrenen Kilometer spendete Henry Lamotte 5 Cent für die Stiftung Waldheim – aber nur, wenn  insgesamt alle Teilnehmer an MIT DEM RAD ZUR ARBEIT mehr als 25.000 km fahren würden. Die Stiftung Waldheim unterhält Wohneinrichtungen und eine Werkstatt mit geistig behinderten Menschen.

Während des Aktionszeitraumes von MIT DEM RAD ZUR ARBEIT, 1. Juni bis 31. August 2009, waren die Mitarbeiter/innen von Lamotte mit hoher Motivation dabei – aber besonders während der Urlaubszeit gab es immer wieder bange Fragen, ob das selbstgesteckte Ziel erreicht werden könnte…

Am Ende reichte es zur Erfolgsmeldung: 27.500 km wurden in drei Monaten geradelt, übrigens eine betriebsinterne Steigerung gegenüber dem Vorjahr von über 20 Prozent! So konnte Herrn Haase, Geschäftsführer der Stiftung Waldheim, am 3. September 2009 eine von der Firma noch etwas aufgerundete Spende über 1500 € überreicht werden.

Das Geld soll als Anzahlung für ein Behinderten-Tandem verwendet werden. Firma Henry Lamotte erhielt von Herrn Haase als besonderes Dankeschön ein von einer Bewohnerin gemaltes Ölbild.

Auch nächstes Jahr werden die Beschäftigten von Henry Lamotte die Aktion MIT DEM RAD ZUR ARBEIT wieder zum Anlaß nehmen, gemeinsam mit der Firma ein soziales Projekt zu unterstützen.  Immer mehr Beschäftigte fahren natürlich auch außerhalb der drei Sommermonate ganzjährig mit dem Rad zur Arbeit.

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Foto: Henry Lamotte

Mit dem Rad zur Arbeit – Teilnehmerkalender jetzt einsenden!

Donnerstag, 3. September 2009

Bis Ende August lief die Aktion Mit dem Rad zur Arbeit. Teilnehmer/innen, die ihre Kalender noch nicht eingesendet haben, sollten sich jetzt mit ihrem Team absprechen und die Kalender gemeinsam beim Betriebskoordinator abgeben. Wenn kein Betriebskoordinator vorhanden ist,  dann können die Kalender direkt beim ADFC Bremen oder der AOK Bremen/Bremerhaven eingesendet werden, um an der Verlosung der diesjährigen Gesundheitskampagne teilnehmen zu können.

Stichtag für die Abgabe der ausgefüllten Aktionskalender ist Montag, 7. September 2009.

Nur wer seinen Aktionskalender einsendet, kann an der Verlosung der vielen hochwertigen Einzel- und Teampreise der Sponsoren der Gesundheitsaktion von ADFC und AOK teilnehmen. (Zu den Preisen)

Auch der superTEAM-Wettbewerb wird jetzt ausgewertet. SuperTEAM wird, wer sich als Team am kreativsten in Bild, Text und vielleicht Video vorstellt und im Internet die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte. Das Gewinner-Team hebt ab mit dem Heißluftballon der Deutschen Post Net World und erhält zudem ein halbes Jahr lang monatlich zwei Kartons BIONADE. Dazu für jeden im Team ein Paar Michelin-Reifen von Paul Lange & Co., alles im Wert von insgesamt 2.200 Euro. Und der Clou beim Abstimmen: Auch Voter gewinnen.


Tipps gegen Fahrrad-Diebstahl

Mittwoch, 19. August 2009

Rund 400.000 Fahrräder werden jährlich in Deutschland als gestohlen gemeldet. Das sind mehr als 1.000 Fahrraddiebstähle pro Tag. Auch wenn die Polizei immer wieder erfolgreich Fahrraddiebe erwischt (wie am vergangenen Samstag in Bremen): Für die Betroffenen ist der Verlust ärgerlich – nicht nur wegen des finanziellen und ideellen Verlustes, sondern weil sie vielleicht für einige Zeit anders zur Arbeit kommen müssen.

Der ADFC hat einige Tipps gegen Rad-Klau parat:

1. Die wichtigste Regel lautet: Nicht nur abschließen, sondern anschließen! Lediglich abgeschlossene Fahrräder kann jeder Gelegenheitsdieb leicht wegtragen. Daher soll das Fahrrad immer an einen fest verankerten Fahrradständer oder an einen Straßenschildmast angeschlossen werden.

2. Je sichtbarer, desto besser: Am besten parken Fahrräder an belebten Plätzen. Zu Hause steht das Rad am besten im Keller, auch im Betrieb ist ein sicherer Raum mit guten Abstellmöglichkeiten die bessere Wahl als draußen vor der Tür.

3. Maximal drei Minuten versucht es ein Dieb auf offener Straße, ein Schloss zu knacken. Das fällt ihm schwerer, wenn das Fahrrad mit einem hochwertigen Schloss gesichert ist. Zu den als sicher geltenden Schlössern gehören hochwertige Bügelschlösser und Panzerkabel- oder Kettenschlösser von Markenherstellern. Mit sogenannten „Geschenkbändern“ wie dünnen Spiral- und anderen Billigschlössern wird hingegen am falschen Ende gespart. Als Faustregel empfiehlt der ADFC, etwa zehn Prozent des Kaufpreises für das Schloss auszugeben. Mit einem zweiten Schloss, das auch günstiger sein kann, wird es dem Dieb noch schwerer gemacht. Denn so dauert das Schlossknacken nicht nur länger, meist haben sich Fahrraddiebe auf einen Schlosstypen spezialisiert.

4. Mit einem eingravierten Code oder einem Code-Aufkleber wird das Rad für Fahrraddiebe unattraktiv. Der Code erschwert den „Weiterverkauf“, und die Polizei kann dem Besitzer das Rad leichter zuordnen. Auch mit einem Fahrradpass haben die Besitzer bei der Polizei bessere Chancen. Er ist zwar kein Eigentumsnachweis, aber eine gute Gedächtnisstütze für technische Details, die im Pass vermerkt werden. Auch die Rahmennummer sollte darin notiert werden. Fahrradcodierungen bieten der ADFC Bremen jeden 1. und 3. Samstag in Monat, 10-13 Uhr an.

5. Wer sich gegen den finanziellen Schaden beim Fahrradklau absichern möchte, kann sein Rad gegen Diebstahl versichern. Das geht entweder über die Hausratsversicherung oder über spezielle Fahrradversicherungen.

Diese Tipps kommen vom Team der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Weitere Tipps gegen Fahrradklau und zum richtigen Anschließen gibt es auf www.adfc.de/diebstahl.

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Aus dem Land der digitalen Mythen und Sagen kommt der  Superman, der gestohlene Fahrräder aus Kellerverliessen befreit; witzige Werbung für Fahrradregistrierung in Polen:

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Werbe-Superman gefunden auf Lodz Cycle Chic

Komfortabel mit dem Rad zur Arbeit fahren

Dienstag, 21. Juli 2009

Radfahren macht Spaß – wenn das Rad gut funktioniert um so mehr. Dass es sich mit der Zeit schwergängiger fährt, merkt man nicht sofort. Meist liegt es an den Reifen, die mit der Zeit Luft verlieren und an der verdreckten Kette. Mit ein paar Handgriffen und wenigen Werkzeugen können auch handwerklich nicht so geübte Radfahrer für unbeschwerte Radwege ihr Fahrrad wieder flott machen.

Mit Schwamm, Bürste und warmem Wasser und etwas Spülmittel wird das Fahrrad von Dreck und Matsch befreit. Am besten von oben nach unten arbeiten. Vorsicht beim Abspülen mit dem Gartenschlauch: ein harter Wasserstrahl kann auch in gedichtete Lager eindringen und sie schädigen. Und wenn das Fahrrad zur Oberflächenbehandlung mit einem Wachsspray eingesprüht wird, müssen Felgen und Bremsen frei bleiben.

Viel Fahrkomfort bringen aufgepumpte Reifen. Jeder Reifen verliert mit der Zeit an Luft: Fast unmerklich erhöht sich so der Rollwiderstand und das Treten wird schwieriger. Schwach aufgepumpte Reifen sind zudem anfälliger für Pannen, und wenn ein Reifen auf der Felge aufsetzt, ist meist ein Plattfuß die Folge. Etwa alle zwei Wochen soll der Reifen aufgepumt werden. Mit einer Standpumpe, die den Reifendruck über ein Manometer anzeigt, kann der zulässige höchste Reifendruck leicht eingehalten werden. Wie viel Druck ein Reifen verträgt, ist auf der Reifenflanke angegeben.

Ebenfalls wichtig für den komfortablen Vortrieb ist eine gut geölte Kette. Als erstes wird mit einem Lappen die alte Kettenschmiere abgewischt. Dann die Kette mit einem Kettenöl aus dem Fachhandel sparsam aber gleichmäßig einölen. Überschüssiges Öl soll nach kurzer Fahrt wieder abgewischt werden, denn sonst bleiben erneut Dreck und Straßenstaub haften.

Funktionieren die Bremsen nicht richtig, werden sie zum Sicherheitsrisiko. Übliche V-Bremsen lassen sich leicht öffnen. Die Belege werden mit einem Lappen abgewischt. Sind sie stark abgefahren, müssen sie ausgetauscht werden. Dabei müssen unbedingt auch die Bremszüge geprüft werden! Auch geknickte Bremszüge müssen ausgetauscht werden. Und lässt sich der Bremshebel bis zum Griff durchdrücken, muss der Zug nachgestellt werden.

Am Ende des Fahrrad-Checks können auch die Speichen überprüft werden. Alle Speichen sollten gleichmäßig gespannt und von Hand kaum zu bewegen sein. Bei einer gebrochenen Speiche sollte das Rad in einer Fahrradwerkstatt neu eingespeicht werden, denn eine gebrochene Speiche kommt selten allein. Mindestens einmal im Jahr sollte ein Fahrrad zu einem gründlichen Check in eine Fachwerkstatt gebracht werden, die alle Wartungsarbeiten erledigt. Damit bliebt das Fahrrad funktionstüchtig und verspricht auf Dauer mehr Komfort mit dem Rad zur Arbeit.

Diese Tipps stammen vom Team der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit

Zum Thema auch: Warnung vor Polizeikontrollen!

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Foto: pixelio/Knipsermann

Was für Fahrradparkplätze brauchen Firmen?

Mittwoch, 15. Juli 2009

Seit Anfang Juni und noch bis Ende August 2009 läuft der Zusatzwettbewerb „fahrradaktiver Betrieb„. Dieser Wettbewerb ist ein zusätzlicher Anreiz für Firmen, sich für Mitarbeiter/innen zu engagieren, die mit dem Rad zur Arbeit fahren. Drei Firmen, die sich besonders vorbildlich für die Rad fahrenden Mitarbeiter/innen einsetzen haben Chance auf jeweils einen repräsentativen Anlehnbügel vom Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa.

Eines der vordringlichsten Probleme, mit denen engagierte Aktionskoordinatoren aus unterschiedlichsten Betrieben konfrontiert werden, ist die Frage nach guten Parkplätzen für Radfahrer.

Eine Förderung für Fahrradparkplätze auf privatem oder gewerblichem Gelände gibt es zur Zeit nicht.

Auf öffentlichem Gelände muss das Amt für Straßen und Verkehr für ausreichende Fahrradparkplätze sorgen. Dafür kann jede Firma und jede private Person einen Antrag stellen. Die Bearbeitung des Antrags dauert erfahrungsgemäß sehr lang, ca. 2-3 Jahr. Mehr Infos dazu bietet der ADFC Bremen.

Die öffentlichen Fahrradparkplätze sind allerdings nicht gegen Schlechtwetter und Fremdeinwirkung bzw. Diebstahl gesichert. Wer im eigenen Betrieb  eine bessere Lösung umsetzen will, sollte mit der Geschäftsleitung über die Einrichtung sicherer und trockener Mitarbeiter-Parkplätze sprechen. Dazu einige Hintergrundinformationen:

Der § 49 der Landesbauordnung Bremen fordert, dass Fahrradparkplätze in ausreichender Anzahl vorhanden sein müssen. Zur Landesbauordnung gib es eine VerwaltungsVorschrift (Leitfaden BremLBO95, Teil 3.3.01) mit genauen Angaben über die Mindestanzahl von Fahrradparkplätzen. Danach kann der gesetzlich vorgegebenen Bedarf errechnet werden.

In vielen Betrieben fahren so viele Kolleg/innen mit dem Rad zur Arbeit, dass die Vorgabe der VerwaltungsVorschrift zu knapp bemessen ist. Dort ist zu hoffen, dass die Geschäftsleitung ein Einsehen hat und den Betrieb aus eigenem Interesse bedarfsdeckend mit sicheren Fahrradparkplätzen ausstattet. Denn die Mitarbeiter/innen, wie auch Kunden und Partner (und ihre Fahrräder) sollten nicht im Regen stehen!

Für eingehendere Beschäftigung mit der Erstellung von Parkanlagen gibt aus der Schweiz das „Handbuch „Veloparkierung – Empfehlungen zu Planung, Realisierung und Betrieb“, pdf-Download unter www.velokonferenz.ch. Zwischen schlechten Fahrradparkanlagen und spektakulären wie in dem Film gezeigt, gibt es auch eine Reihe von Herstellern, die gute und sichere Anlagen für Firmen anbieten.

Eine Liste mit empfohlenen Herstellern von Fahrradparkanlagen pflegt der ADFC Bundesverband.