Pflaster oder Asphalt? Steintor soll saniert werden

Donnerstag, 17. Juli 2008

Hansewasser und die Bremer Straßenbahn AG bereiten Sanierungsarbeiten im Steintor vor. Wie bereits im Ostertor sollen auch hier Kanalarbeiten gleichzeitig mit der Abstandserweiterung der Straßenbahngleisen durchgeführt werden.

Laut Ortsamtsleiter Robert Bücking werden die Bauarbeiten erst nach dem Kirchentag im Juni 2009 beginnen. Deshalb sollen sich alle Betroffenen demnächst bei einer öffentliche Anhörung des Beirats dazu äußern können. Zuvor werden im Bauressort verschiedene Varianten durchgerechnet. Mit den Ergebnissen wird Ende August gerechnet.

“Wir wollen einen sturzsicheren Belag im Steintor”, sagt Klaus Peter Land vom ADFC Bremen. Der ADFC hatte sich im Ostertor-Streit mit seinem Shared-Space-Konzept nicht durchsetzen können. Da die Radfahrer auch im Steintor teilweise zwischen den Schienen fahren müssen, plädiert der ADFC für Asphalt. Kopfsteinpflaster geht ebenfalls, allerdings muss es ein rutschsicheres sein. “Und das ist teuer”, weiß Klaus-Peter Land.

(via: Weser Kurier)

Eine vom ADFC ebenfalls vorgeschlagene Alternative wären asphaltierte Radwege zwischen den Straßenbahnschienen. Radfahrer würden dann mit Abstand von den parkenden Autos und ohne Kopfsteinpflaster vor den Straßenbahnen herfahren. Damit hatte sich die Bremer Straßenbahn AG bereits im Ostertor einverstanden erklärt.


Kurzfilmwettbewerb zu den UMWELT TAGEN BREMEN

Donnerstag, 3. Juli 2008

Welche Funktion kann die Wirtschaft in einer Welt haben, deren Leitbild eine nachhaltige Entwicklung ist? Welche Rolle spielt die ökologische Ökonomie beim Klimaschutz?

Für die UMWELT TAGE BREMEN vom 10. Oktober – 23. November 2008 sucht ÖkoStadt Bremen Kurzfilme, die das Spannungsverhältnis von Ökologie und Ökonomie thematisieren. Unter der Fragestellung „Wem gehört die Umwelt?“ sind alle Filmemacher aufgefordert, Dokumentationen, Kurz- oder Spielfilme sowie Animations- und Trickfilme bis maximal 20 Minuten Länge einzureichen.
Einsendeschluss:
20. Oktober 2008.

Es werden Preisgelder von insgesamt 1.000 Euro ausgelobt. Eine Fachjury des Filmbüros Bremen wählt die besten Filme aus, die am 23. November 2008 im Kulturzentrum Lagerhaus gezeigt und prämiert werden.

Teilnahmeunterlagen und weitere Informationen gibt es unter www.oekostadt-bremen.de


Wie sicher sind Radwege?

Mittwoch, 11. Juni 2008

Der ADFC setzt sich in vielen Fällen dafür ein, die Radwegebenutzungspflicht aufzuheben. Das stößt bei manchen auf Unverständnis, die sich selbst auf Radwegen sicherer fühlen. Doch dieses Gefühl trügt. Das Gegenteil zeigen Studien: Radfahren auf der Straße ist weniger unfallriskant als auf dem Radweg.

Woran das liegt, erläutert ein Flyer des ADFC Bottrop, der auch als pdf-Download angeboten wird.

Das Unfallrisiko auf Radwegen ist höher durch parkende Autos und unvermittelt querende Fußgänger. Auch an Kreuzungen, wo Rad- und Autoverkehr wieder zusammengeführt werden, ist es gefährlich. Das gilt ebenso für Privatauffahrten, die über Radwege queren.

Der ADFC Bottrop möchte mit dem Flyer besonders die Radfahrer informieren, welche glauben, dass sie auf Radwegen sicherer sind.


Tour von Bremen nach Hamburg über die Köhlbrandbrücke

Dienstag, 10. Juni 2008

Eine Rad/Bahntour zum Aktionstag „Mobil ohne Auto“ bietet Hannah Grundey und Martin von Borstel vom ADFC Bremen am Sonntag, dem 15. Juni an.
Von Rotenburg aus geht es über Sittensen und Hollenstedt nach Hamburg. Dort geht es über die für den Kfz-Verkehr gesperrte Köhlbrandbrücke nach Hamburg hinein zu einer „Ehrenrunde“ rund um die Alster. Nach einer Verschnaufpause am Rathausplatz fährt die Gruppe mit dem Rad über Cranz und Buxtehude zurück nach Rotenburg.

Die zirka 185 km werden mit Tempo 22 bis 25 km/h gefahren. Die Teilnahme kostet 5 Euro plus Fahrtkosten (Bahnfahrt Bremen-Rotenburg). Bitte Proviant für unterwegs mitnehmen. Interessierte treffen sich um 4:50 Uhr an der ADFC-Radstation, Bahnhofsplatz 14 a, Bremen,
Infos und Anmeldung bis 13. Juni bei Tourenleiterin Hannah Grundey, Telefon: (0421) 55 65 93, bis 23 Uhr,

Bitte beachten: Anmeldeschluss ist der 13. Juni 2008

www.radtouren-bremen.de


Rosenkötter und Loske starten mit Teams zu “Mit dem Rad zur Arbeit”

Dienstag, 3. Juni 2008

Gleich zwei Senatoren-Teams starteten am Montag, 2. Juni 2008 zur Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit”.
Die Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter forderte dabei als Schirmherrin der Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit” ihren Kollegen, den Umweltsenator Dr. Reinhard Loske heraus.

Herr Senator Dr. Reinhard Loske führt seinen Staatsrat Wolfgang Golasowki und seinen Büroleiter Frank Steffe ins Rennen.
Im Windschatten der Senatorin Ingelore Rosenkötter fahren ihre Pressereferentin Petra Kodré und ihr persönlicher Referent Peter Lohmann.

Die Senatoren wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrer Behörden und die Arbeitnehmer im Lande Bremen motivieren, ebenfalls mit dem Rad zur Arbeit zu fahren und an der großen Mitmach-Aktion vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Landesverband Bremen und der AOK Bremen/Bremerhaven teilzunehmen.

Bremen hatte bislang jedes Jahr die bundesweit beste Teilnehmerquote. „Dieser Erfolg spornt uns an“, sagt der ADFC-Vorsitzende Ludger Koopmann, „und die Unterstützung von zwei Senatoren gibt uns den nötigen Rückenwind, um diesen Rekord nochmals zu toppen.” Dabei sei der zusätzliche Sonderwettbewerb “Fahrradaktiver Betrieb” des Umweltsenators ein besonders wichtiger Faktor, um Bremer Betriebe an ihre Verantwortung gegenüber ihren Rad fahrenden Mitarbeitern zu erinnern.

Dass sich gleich zwei Senatoren für das Radfahren einsetzen hat gute Gründe. Denn es ist gut für die Umwelt und gut für das persönliche Wohlbefinden. Bereits dreißig Minuten Radfahren steigert die Fitness mit positiven Folgen für die Gesundheit: Das Risiko für viele Krankheiten wird deutlich verringert, Stress und Anspannung werden abgebaut. Außerdem atmen Radfahrer zirka 50 Prozent weniger gefährliche Substanzen ein als Autofahrer und sie verursachen selber keine Schadstoffe. Das sind sattelfeste Argumente fürs Fahrrad, darin sind sich die Gesundheitssenatorin und der Umweltsenator einig.

Deutschlandradio berichtet darüber am 2. Juni 2008:
Senatoren starten “Mit dem Rad zur Arbeit” in Deutschlandradio

Die Anmeldung zur Aktion ist noch bis 1. Juli 2008 möglich. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de


ADFC: Mehr Fahrradparkplätze in der City und in den Stadtteilen notwendig

Mittwoch, 28. Mai 2008

Der ADFC Bremen begrüßt die Initiative der CDU für weitere Fahrradparkplätze in der City sowie die positive Reaktion der Verwaltung in diesem Zusammenhang.

Nicht außer Acht gelassen werden dürfen jedoch die zahlreichen Brennpunkte am Rand der City und in den Stadtteilen. Besonders im Viertel und in der Neustadt, in Walle, Findorff und an zentralen Stellen in Bremen-Nord muss beim Fahrradparken oft improvisiert werden. Dies geschieht leider nicht selten zu Lasten der Fußgänger.

Nicht nur an Haltestellen und vor Supermärkten, sondern auch an wichtigen öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Focke-Museum, gibt es einen Mangel an diebstahlsicheren Abstellmöglichkeiten, weiß Albrecht Genzel, zuständiger Verkehrsreferent beim ADFC. „Vor der neuen VHS kommen, wenn viele Kurse laufen, auf einen Abstellbügel bis zu sieben Fahrräder. Aber auch am Walle-Center finden Kunden, die umweltfreundlich zum Einkaufen kommen, oft keinen Anlehnbügel für ihr Rad.“

Je besser das Angebot an sicheren und hochwertigen Fahrradabstellmöglichkeiten an den richtigen Standorten ist, je mehr Kunden fahren mit dem Rad zum Einkaufen und zu Veranstaltungen, argumentiert er. Außerdem haben Untersuchungen ergeben, dass Rad fahrende Kunden öfter kommen.


Dienstfahrräder für acht Bremer Polizisten

Montag, 14. April 2008

Die rund 2.500 Polizistinnen und Polizisten der Stadt Bremen sollen vermehrt die Perspektive der radfahrenden Verkehrsteilnehmer einnehmen. Dazu erhielten sie vom Polizeipräsidenten Prof. Eckard Mordhorst am vergangenen Samstag acht neue Polizeifahrräder. Anlass war die Veranstaltung “Sicherheit rund ums Rad” auf dem Bremer Marktplatz.

Welche Beamten demnächst mit den neuen Rädern fahren dürfen und wer weiterhin im Streifenwagen Dienst schieben muss, wurde in der Pressemitteilung der Polizei nicht mitgeteilt.

Polizisten hoch zu Rad sollen ein besonderes Augenmerk auf Radfahrer, insbesondere auf sogenannte “Fahrradrowdys” haben. Die Polizei Bremen verfolgt ein Fahrradkonzept, welches unter anderem vermehrt Schwerpunktkontrollen und konsequentes Einschreiten bei Radfahrerverstößen vorsieht. Denn die Polizei führt viele Verkehrsunfälle auf das Fehlverhalten der Radfahrer zurück.

Die Fahrrad-Polizisten werden hoffentlich auch dort einschreiten, wo die Verkehrsführung den Radverkehr über die Maßen benachteiligt oder wo Radfahrer vermeidbaren Gefahren ausgesetzt werden.

Besonders negative, jedoch auch lobenswerte positive Beispiele der Verkehrsführung sammelt der ADFC Bremen kontinuierlich in einer PLUS-MINUS-Liste (hier eine kleine Auswahl), und fordert das zuständigen Amt für Straßen und Verkehr (ASV) regelmäßig auf, die Mängel zu beseitigen.


Darlington tut was für Radfahrer

Freitag, 11. April 2008

“Local Motion” heißt ein Programm der nordenglischen Stadt Darlington. Ziel des Programms ist unter anderem eine Erhöhung des Radverkehrsanteils. Vorbehalte der Stadtbewohner zum Beispiel zur Sicherheit oder auch zu modischen Aspekten des Radfahrens gehören dabei ebenfalls zu den Hindernissen, mit dem sich die Aktivisten der “Local Motion” beschäftigen wie auch eine geringe Toleranz gegenüber RadfahrerInnen.

Sehr mutig und ambitioniert ist das Programm, denn bislang bewegt sich der Radverkehrsanteil auf einem niedrigen Niveau von nur einem bis zwei Prozent. Doch in einem Fünfjahresplan (cycling strategy, pdf) werden die Aufgaben und Etappenziele beschrieben, wie Darlington fahrradfreundlicher wird. Einiges davon wurde bereits umgesetzt.

Bis dahin schauen die Autoren des Darlington Cycling Campaign Blog mit Neid auf die toleranten Bremer, bei denen - so scheints - ein freundliches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer herrscht. Mit einem Radverkehrsanteil von nahezu einem Fünftel aller Wege ist Bremen für die Fahrrad-Aktivisten aus Darlington ein Eldorado:

via: Darlington Cycling Campaign Blog


Utbremer Straße: Radfahrer werden ausgebremst!

Samstag, 5. April 2008

Der ADFC protestiert gegen die Behinderung des Radverkehrs an der Utbremer Straße, Einmündung Borkumstraße: Neue Absperrgitter an den Einmündungen nehmen Radfahrern auf einer vorfahrtsberechtigten Straße die Vorfahrt und verhindern, dass sie ihre Fahrt unbehindert und zügig fortsetzen können - und das an einer wichtigen Hauptroute für den Radverkehr. Außerdem ist die Vorfahrtsregelung an dieser Ecke für alle Verkehrsteilnehmer nicht eindeutig klar.

An der Einmündung Borkumstraße wurden auf dem Zweirichtungsradweg seit Jahren Radfahrer und Radfahrerinnen von unaufmerksamen Autofahrern übersehen und angefahren. Auch die Hochpflasterung des Zweirichtungsradweges und aufgestellte Warnschilder konnten Radfahrende auf der auch für sie vorfahrtsberechtigten Strecke nicht besser schützen. Aus diesem Grund hat das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) vor einem halben Jahr die Verkehrsführung geändert: Die Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet wurde von der Borkumstraße in die Norderneystraße verlegt. Auch über die Juiststraße konnten Kraftfahrzeuge auf die Utbremer Straße gelangen. Die Autolobby protestierte und der Beirat Walle forderte die erneute Änderung der Verkehrsführung und setzte sich durch.

Diese Regelung widerspricht klar dem Verursacherprinzip und somit auch dem Rechtsempfinden der Radfahrerinnen und Radfahrer. Denn zu den Unfällen führte allein das Fehlverhalten von Kfz-Fahrern, die sich nur nach links orientierten, und deshalb die von rechts kommenden Radfahrer übersahen. Der ADFC hatte bereits im Oktober 2007 davor gewarnt, dem politischen Druck nachzugeben und die von Fachleuten gefundene Lösung, den Autoverkehr über die Norderneystraße fahren zu lassen, vorzeitig zu kappen. Mindestens eine einjährige Probezeit mit Beobachtung wäre angezeigt gewesen.

Ort und Foto


Flyer “Mit dem Rad zur Schule”

Montag, 24. März 2008

Sollten Grundschulkinder mit dem Rad zur Schule fahren oder sicherheitshalber mit dem Auto kutschiert werden?

Ein neuer Flyer des ADFC Bremen “Mit dem Rad zur Schule” propagiert den Schulweg ohne “Mama-Taxi”. Denn dabei erwerben die Kinder wertvolle Kompetenzen. Risiken bergen alle Verkehrsmittel - der Autotransfer ebenso wie der Fußmarsch oder die Fahrradfahrt.

Um die Risiken auf dem Weg zur Schule zu minimieren, fordert der ADFC Bremen eine gemeinsame Schulwegeplanung von Kindern, Eltern, LehrerInnen und Kommunen. Dabei sollen gefährliche Stellen aufgedeckt und entschärft werden.

Für Eltern enthält der Flyer weitere Tipps zum Schulweg mit dem Rad. Dazu gehören zum Beispiel ein geeignetes Kinderfahrrad, die Begleitung des Kindes auf dem Schulweg und - üben!

Den Flyer “Mit dem Rad zur Schule” gibt es gratis im ADFC radort bremen.

Ein Download befindet sich auf der Homepage des ADFC Bremen.