Altstadt: Tiefer - eng und gefährlich!

Montag, 16. Juni 2008

Unter dem Motto „Tiefer.breiter.sicher!“ hatte der ADFC Bremen bereits im März 2007 eine Protestaktion zur Verbesserung der katastrophalen Situation für Radfahrer und Fußgänger am Tiefer durchgeführt.

Am vergangenen Freitag hat die Polizei Bremen Radfahrer/innen nun verwarnt und mit 15 Euro zur Kasse gebeten, die auf der falschen Straßenseite fuhren. Tatsächlich ist “Geister-Radfahren” auf diesem Abschnitt wegen der Enge des gemeinsamen Rad/Fußweges gefährlich! Doch wer den Tiefer in Richtung Martinistraße fährt, wird gezwungen auf einer stark und schnell befahrenen Straße zu fahren, da der Radweg ausgerechnet dort endet, wo der Altenwall auf den Tiefer einmündet.

Der Verkehrsbrennpunkt Tiefer ist eine wichtige Radverkehrsroute sowohl für den Alltags- als auch für den Tourismusverkehr. Als Teil des Weser-Radweges, des Grünen Ringes und des Bremer Stadtweges sollte er endlich seiner Bedeutung entsprechend ausgebaut werden, fordert der ADFC.

Schon im Einrichtungsverkehr ist dieses Nadelöhr zwischen Osterdeich und Wilhelm-Kaisen-Brücke auf der Weserseite zu schmal für Radfahrer und Fußgänger! Sinnvoll ist eine Verbreiterung, die einen legalen Zweirichtungsverkehr zulässt.

Am Altenwall müssen für den Radverkehr Querungsmöglichkeiten in alle Richtungen hergestellt sowie die Absenkungen verbessert werden.

Der ADFC fordert: Dem Radverkehr muss entsprechend seinem Verkehrsanteil mehr Raum gegeben werden – am Tiefer und auch andernorts.

Ort und Foto - Tiefer (Weserseite)

Ort und Foto - Tiefer / Altenwall


Mitte: Radfahren Dritter Klasse auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke

Donnerstag, 29. Mai 2008

Das Erlebnis „Radfahren dritter Klasse“ bietet die Bürgermeister-Smidt-Brücke: die ersten Fahrstreifen gehen ans Auto, sind je fast drei Meter breit und meistens leer. Den windigen 3. Platz erhält der Radfahrer: auf 137 Zentimetern kann er versuchen, zwischen Lampenmast und hoher Bordsteinkante ähnlich einem Segler seinen Platz zu halten.

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Hemelingen: Ohne Schlängeln um die Bäume

Mittwoch, 21. Mai 2008

Im Brüggeweg im Stadtteil Hemelingen waren sie zuerst da: Schutzstreifen auf der Fahrbahn. Jetzt folgt die Fortsetzung über den Hemelinger Mini-Kreisel hinaus: In der Schlengstraße ist der Raum zwischen Bordstein und Bäumen zu eng zum Radfahren, auf der Fahrbahn wird man besser gesehen. Dafür sind jetzt die Streifen zum Radfahren abmarkiert. Gut gelöst ist auch die erweiterte Aufstellfläche an der Einmündung in die Hannoversche Straße: Bei Rot können Radfahrer sich vor den wartenden Autos aufstellen und zügig über die Kreuzung fahren.

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Grohn: Ende ohne Schrecken

Freitag, 16. Mai 2008

In der Friedrich-Humbert-Straße ist am Grohner Markt in Bremen Nord ein wirklich gelungener Übergang vom Radweg auf die Fahrbahn hergestellt. Eindeutig und großzügig markiert gibt’s keine Zweifel, wo’s langgeht, und übersichtlich ist es auch – Missverständnisse ausgeschlossen.

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Schwachhausen: Radfahrer sehen Rot

Montag, 5. Mai 2008

Die Schwachhauser Heerstraße wird ausgebaut, die Kreuzung mit der Graf-Moltke-Straße und der Hollerallee bekam einen halben Wald neuer Ampeln. Doch die Radfahrer sehen immer nur Rot. Aus der Hollerallee ist der Anforderungsknopf kaum zu sehen, unnötigerweise muss man ihn jederzeit bedienen, obwohl ständig Radfahrer hier unterwegs sind.

An der Graf-Moltke-Straße werden Radfahrer, die auf der Schwachhauser Heerstraße stadtauswärts unterwegs sind, unnötig früh gestoppt. Dabei haben die Fußgänger eine eigene Furt und der Autoverkehr noch mehr als 10 Sekunden länger Grün. Wenn eine Straßenbahn Grün anfordert, verdoppelt sich die Wartezeit auch mal. Das Amt für Straßen und Verkehr wurde schon im letzten Herbst auf diese Mängel aufmerksam gemacht – bislang jedoch ohne Erfolg.

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Habenhausen: Erdbeerbrücke - Brückenschlag für Radfahrer

Montag, 28. April 2008

In Sachen Baustellen und Radverkehr macht den Bremern so leicht niemand etwas vor, auch wenn es an den Einzelheiten immer wieder berechtigte Kritik gibt.

Die Karl-Carstens-Brücke - bei den Bremern heißt sie eigentlich immer nur Erdbeerbrücke - muss zwischen Osterdeich und Habenhausen komplett saniert werden. Im Sommer 2007 durften sich alle mit mäßigem Tempo noch zwei Fahrspuren teilen (Fußgänger durften nur im Bus mit). In diesem Sommer muss die Fahrbahn gesperrt werden, so dass der Platz auf dem Rad- und Fußweg nur noch für Busse, Radfahrer und Fußgänger reicht.

Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. Radfahrer werden offiziell zwar ein Stück durch ein Kleingartengebiet geschickt, können aber die Brücke weiterhin nutzen. Damit bleibt ihnen ein zweieinhalb Kilometer langer Umweg erspart.

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Walle: Radweg mit Asphalt befestigt

Montag, 21. April 2008

Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) hat die Radfahrer positiv überrascht mit der schnellen Befestigung des vordem matschigen Radweges in der Hansestraße (zwischen Wartburgstraße und Steffensweg). Und dann noch in Asphalt! Das hätten wir in Bremen gar nicht mehr erwartet.

Vielen Dank für diese Maßnahme - besonders im Namen der Alltagsradfahrer, die ab jetzt bei Bremer Schietwetter ihren Arbeitsplatz in der Überseestadt ohne besudelte Beinkleider erreichen können.

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25. April: ADFC-Aktion zum Brennpunkt Am Brill

Donnerstag, 17. April 2008

Wer die Kreuzung Am Brill mit dem Fahrrad überqueren will, wird ausgebremst.

Grünphasen für Rad- und Fußverkehr sind kürzer als für Autos – langes Warten ist die Folge. Linksabbiegen ist für RadfahrerInnen verboten – also zweimal lange auf Grün warten! Fußgänger stehen bei Rot den querenden Radfahrern im Weg, weil die Radwege kaum als solche erkennbar sind. Außerdem sind die Radwege zu schmal zum Überholen. Obwohl hier eine Fußgängerzone beginnt, gibt es viel zu wenig Fahrradparkplätze.

Der ADFC will diese Mängel nicht länger hinnehmen und fordert Verbesserungen an der Brill-Kreuzung:

  • Faire Ampelschaltungen!
  • Radfahren auf der Fahrbahn erlauben!
  • Fahrradparkhaus im Tiefgeschoss einrichten (unter der Kreuzung Am Brill)!

Am Freitag, den 25. April findet darum von 15 bis 17 Uhr die Aktion Brennpunkt Am Brill statt. Zuschauer und Teilnehmer sind willkommen!

Kontakt: marion.brueggemann@adfc-bremen.de, Tel. (0421) 70 11 79

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Arsten: Ochtumdeich frei – nicht nur bei Eis und Schnee

Montag, 7. April 2008

Die ausgeschilderte Radroute über den Arster Ochtumdeich ist als “Stadtrandweg“ ein Teil des „Grünen Rings Region Bremen“. Bis letzten Sommer war hier jedoch nur ein reiner Fußweg und man hätte eigentlich schieben müssen. Nach Hinweis des ADFC wurden Zusatzschilder “Radfahrer frei” aufgehängt.

Die Warnhinweise wegen des fehlenden Winterdienstes betreffen zum Glück weiterhin nur das „Betreten“. Das „Befahren“ ist den Wagemutigen also jetzt auch bei Glatteis und Schneeglätte erlaubt!

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Utbremer Straße: Radfahrer werden ausgebremst!

Samstag, 5. April 2008

Der ADFC protestiert gegen die Behinderung des Radverkehrs an der Utbremer Straße, Einmündung Borkumstraße: Neue Absperrgitter an den Einmündungen nehmen Radfahrern auf einer vorfahrtsberechtigten Straße die Vorfahrt und verhindern, dass sie ihre Fahrt unbehindert und zügig fortsetzen können - und das an einer wichtigen Hauptroute für den Radverkehr. Außerdem ist die Vorfahrtsregelung an dieser Ecke für alle Verkehrsteilnehmer nicht eindeutig klar.

An der Einmündung Borkumstraße wurden auf dem Zweirichtungsradweg seit Jahren Radfahrer und Radfahrerinnen von unaufmerksamen Autofahrern übersehen und angefahren. Auch die Hochpflasterung des Zweirichtungsradweges und aufgestellte Warnschilder konnten Radfahrende auf der auch für sie vorfahrtsberechtigten Strecke nicht besser schützen. Aus diesem Grund hat das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) vor einem halben Jahr die Verkehrsführung geändert: Die Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet wurde von der Borkumstraße in die Norderneystraße verlegt. Auch über die Juiststraße konnten Kraftfahrzeuge auf die Utbremer Straße gelangen. Die Autolobby protestierte und der Beirat Walle forderte die erneute Änderung der Verkehrsführung und setzte sich durch.

Diese Regelung widerspricht klar dem Verursacherprinzip und somit auch dem Rechtsempfinden der Radfahrerinnen und Radfahrer. Denn zu den Unfällen führte allein das Fehlverhalten von Kfz-Fahrern, die sich nur nach links orientierten, und deshalb die von rechts kommenden Radfahrer übersahen. Der ADFC hatte bereits im Oktober 2007 davor gewarnt, dem politischen Druck nachzugeben und die von Fachleuten gefundene Lösung, den Autoverkehr über die Norderneystraße fahren zu lassen, vorzeitig zu kappen. Mindestens eine einjährige Probezeit mit Beobachtung wäre angezeigt gewesen.

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