Als erstes fiel mir das Kirchentagsrad auf. So viele Menschen fuhren damit in der Stadt rum. Da musste ich doch wenigstens auch mal eine Runde mit fahren – und war begeistert. Es fuhr sich so leicht, hat alles was Mann/Frau braucht und es hält die Erinnerung wach.
Jetzt bin ich stolze Besitzerin und die Leichtigkeitist geblieben. Fasziniert haben mich beim Kirchentag vor allem die Gäste aus aller Welt und dass so viele Menschen ohne Nörgeleien und Drängeleien entspannt feiern konnten – niemand war hektisch. Ich kam mir vor wie in einer anderen Welt und erstaunt stellte ich fest, dass ich in den Tagen immer gute Laune hatte. Die vielen Eindrücke und die netten kleinen Erlebnisse mit den Menschen wirken immer noch nach.
Was für BremerInnen selbstverständlich ist, fiel den Kirchentagsgästen auf. So bemerkte eine Frau, mit der ich mich am ADFC-Stand über das Radfahren im Alltag unterhielt: „Hier ist es so schön flach.“ Da konnte ich nur antworten: „Stimmt, ideal zum Radfahren.“ An dem radelnden Pastor auf der Postkarte vom ADFC fanden offenbar auch andere Gefallen. Eine Teilnehmerin verriet mir, die werde sie „ihrem“ Pfarrer schicken. Für mich war das jedenfalls das schönste Bild des Kirchentages.
So hat hoffentlich jeder seine persönlichen Momente mit den Kirchentagsgästen gehabt. Und was wir BremerInnen schon längst wissen, nahmen hoffentlich viele Gäste als Eindruck mit nach Hause: Bremen ist schön. Und Radfahren in Bremen erst recht! In diesem Sinne wünsche ich allen pedal-LeserInnen eine schöne (Sommer-)Zeit.
Eure Katrin
tausendfach per Rad – Workshop für fahrradfreundliche Großveranstaltungen
Dienstag, 22. September 2009Unter dem Motto „Tausendfach per Rad – Großveranstaltungen fahrradfreundlich organisieren“ laden der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen und der ADFC gemeinsam zu einer Fachkonferenz am 02. November 2009 in Bremen ein.

Auf der Konferenz werden die Erfahrungen des fahrradfreundlichen Kirchentags in Bremen vorgestellt, Erkenntnisse von anderen Großveranstaltungen wie der Fußball-WM, Europameisterschaften und Bundesligaspielen ausgewertet und auf Ansätze der Übertragbarkeit geprüft.

Die Konferenz wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert und richtet sich an Kommunen, Messegesellschaften, Eventveranstalter, Sportveranstalter, Sportstättenbetreiber und andere Interessierte.

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung bis 20.10.2009 erforderlich.
Weitere Infos und Anmeldung beim ADFC Bundesverband
______________________ Fotos: Jens Lehmkühler
Glückwunsch Bremen! Glückwunsch ADFC!
Freitag, 21. August 2009
Die Ausgabe Nr. 4/2009 der regionalen Fahrradzeitung pedal ist jetzt bei den Mitgliedern des ADFC angekommen. Wer kein Mitglied ist, erhält die Zeitung in den ADFC Radstationen Bremen und Bremen-Nord, im Umweltzentrum Bremerhaven und an vielen weiteren Auslagestellen.
Vorsitzender Ludger Koopmann freut sich im Editorial über das 30. Jubiläum des Vereins:
Bremen hat Glück. Seit dreißig Jahren gibt es hier Menschen, die sich als Lobbyisten verstehen – fürs Fahrrad und für eine lebenswerte Stadt. Und es werden immer mehr. Nicht auszudenken, wie Bremen ohne den ADFC und seine engagierten Mitglieder aussähe.
Damals, anno 1979, galten Sie noch als Exoten: Menschen die sich fürs Fahrrad und den Umweltschutz stark machten. ADFC-Gründer Jan Tebbe musste sich enttäuscht von seiner Partei trennen, weil er dort kein Gehör fand. Und getreu der Losung: „Gemeinsam sind wir stark!“ gründeten er und seine Mitstreiter einen Verein. Nicht von ungefähr kam die Idee zur Namenswahl. Es gab da schon einen Club, dem sie nacheifern wollten, allerdings in eine andere Richtung. Flugs tauschten Sie ein „A“ gegen ein „F“.
Die Lobby fürs Fahrrad wird dreißig. In diesem pedal werfen wir einen Blick zurück: Die Zeitzeugin Iduna Franzius-Tebbe steht Rede und Antwort, zwei – auf unterschiedliche Art – prominente Weggefährten werden vorgestellt, ein Jung-Lobbyist sagt seine Meinung und die Chronik gibt einen Überblick über eine dreißigjährige Erfolgsgeschichte.
Glücksfall Kirchentag! Außerdem finden Sie in diesem Heft ein Resümee zum fahrradfreundlichen Kirchentag, der größten Herausforderung für den Landesverband seit seiner Gründung. Selten waren so viele Aktive für den ADFC gleichzeitig auf den Beinen, gaben an Infopunkten Rat und Tipps rund ums Rad. Im „Zentrum Zukunft“ betreuten sie sachkundig die Präsentation Bremens als fahrradfreundliche Gastgeberstadt. Bei Sternfahrt und Fahrradgottesdienst leiteten sie Touren, gaben Informationen und Impulse.
Dieses gelungene Projekt wurde ausgezeichnet als fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres 2009. Damit ging der deutschen Fahrradpreis „best for bike“ an den 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag, die Stadt Bremen und den ADFC.
Der Kirchentag hat gezeigt, dass es geht: friedliches Feiern auf allen Straßen und Plätzen, ungestört zu Fuß, per Rad und Bahn unterwegs sein, ohne Motorenkrach und ohne Abgase. So schön ist Bremen bislang selten zu erleben gewesen.Glückstag Autofrei! Am Sonntag, 6. September wird wieder gefeiert. Die Innenstadt ist autofrei und rund um die Martinistraße Ramba Zamba. – Feiern Sie mit! Und fahren Sie mit: Die ADFC-Riesenradtour über Bremens Hochstraßen nimmt an diesem Tag sogar ein Stück Autobahn unter die Räder! Es geht weiter!
Ludger Koopmann
Ist Bremen fahrradfreundlich?
Dienstag, 26. Mai 2009
Senator Dr. Reinhard Loske (links) und ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann vor den zusätzlichen Fahrradständern in der Martinistraße.
Im Rahmen des „Fahrradfreundlichen Kirchentages“ wurden vom 20. bis 24 Mai insgesamt 2.000 temporäre, zusätzliche Fahrradparkplätze eingerichtet: 1.000 Plätze rund ums Messegelände und weitere 1.000 in Innenstadt und Überseestadt. Auch in der Martinistraße waren zwei Fahrspuren gesperrt, sodass über 300 Fahrräder an diesem zentralen Platz sicher parken konnten.
Jetzt gehören die leicht transportablen Fahrradständer der Freien Hansestadt Bremen. Gemeinsam mit den Ortsämtern will der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa entscheiden, wo die Fahrradständer dauerhaft aufgestellt werden. ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann: „Ich freue mich, dass die Bremer Radfahrerinnen und Radfahrer endlich mehr sichere Fahrradparkplätze bekommen“.
Der Fahrradfreundliche Kirchentag war auf Initiative des ADFC Bremen, der Kirchentagsorganisatoren und des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa entstanden. Unter anderem wurden vom 20. bis 24. Mai 1000 eigens hergestellte Kirchentagsräder bereitgestellt und verkauft. Zusätzlich standen 600 gebrauchte und aufgearbeitete Leihräder zur Verfügung, es gab einen fahrradfreundlichen Kirchentagsstadtplan und vieles mehr. Das Projekt „Fahrradfreundlicher Kirchentag“ wurde Anfang Mai in Berlin mit dem Deutschen Fahrradpreis „best for bike“ ausgezeichnet.
Ob Bremen auch ohne den Kirchentag eine fahrradfreundliche Stadt sei, wurde Wilhelm Hamburger, Referent für Radverkehr des Bremer Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa von der regionalen Fahrradzeitung pedal gefragt. Dazu äußerte er sich ausführlich:

In Bremen immer willkommen: Rad fahrende Gäste
Die Gastgeberstadt des Kirchentags fährt Fahrrad …
Radfahren hat in Bremen eine lange Tradition. Die BremerInnen legen 22 Prozent ihrer Wege mit dem Fahrrad zurück.
Damit liegt Bremen an der Spitze aller deutschen Großstädte über 500.000 Einwohner. 350 000 Radfahrten pro Tag prägen Bremen als Fahrradstadt”.
… hat über 650 Kilometer Fahrradwege
Bremen verfügt über eines der dichtesten Radwegenetze überhaupt: 650 Kilometer ausgewiesene Radwege, davon 84 Kilometer abseits von Straßen und zusätzlich zahlreiche Verbindungen auf Wegen ohne nennenswerten Autoverkehr.
Diese Infrastruktur ist über Jahrzehnte gewachsen. Als andernorts Radwege zugunsten von Kfz-Spuren und Parkplätzen zurückgebaut wurden, hat Bremen neue Radwege gebaut. Viele der Planer und politischen Entscheidungsträger sind selbst alltägliche Fahrradnutzer. Prominentestes Beispiel dürfte wohl nach wie vor der ehemalige Bürgermeister Henning Scherf sein.
...öffnete früh Einbahnstraßen für Radfahrer
Bremen hatte zu Beginn der 80er Jahre eine Vorreiterrolle bei der Öffnung von Einbahnstraßen für gegenläufigen Radverkehr und bei der Einführung der Fahrradstraße. Inzwischen wurden in fast allen Tempo-30-Gebieten die Einbahnstraßen geöffnet.
Zusätzlich gibt es über 20 Fahrradstraßen.
…hat die Fahrradparkplätze im Blick
Die Bremer Landesbauordnung schreibt bei Wohn- und Geschäftsbauten die Einrichtung von Fahrradstellplätzen vor, abhängig von der geplanten Nutzung. Die Parkhausgesellschaft BREPARK richtete in und an Parkhäusern Fahrradstellplätze ein.
Am Hauptbahnhof hat die BREPARK 2003 die Fahrradstation und ein Fahrradparkhaus mit insgesamt fast 2.000 bewachten Plätzen erbaut. Der ADFC Landesverband betreibt inzwischen diese Radstation gemeinsam mit einem Fachhändler für den Reparatur- und Verleihservice. Das gilt auch für die 2008 eröffnete Radstation am Bahnhof Vegesack.
Im Stadtgebiet stehen mehrere Tausend öffentliche, leicht zugängliche Fahrrad-Anlehnbügel, an die beide Laufräder und der Rahmen anschließbar sind.
…sorgt für Orientierung
Ende 2005 kam der aktualisierte Radverkehrsplan in den Buchhandel und ist als Radroutenplaner auch im Internet verfügbar. Über www.bremen.de und über www.verkehrsinfo.bremen.de sind die Informationen zum Fahrradfahren in Bremen abrufbar.
… kann immer noch fahrradfreundlicher werden.
Dass es auch in Bremen Schwachstellen in der Infrastruktur gibt, soll nicht verschwiegen werden. Für manche Sanierung fehlt das Geld. Es gibt natürlich auch unterschiedliche Auffassungen darüber, was für die Fahrradfahrer am besten wäre.
Dass der Radverkehr bei Planungen vergessen wird, kann in Bremen allerdings kaum passieren.
Manchmal darf Bremen allerdings noch etwas innovativer werden: Positive Beispiele sind die Radfahrstreifen in der Wachmannstraße und in der Hamburger Straße. Das Erreichte sollte und wird immer wieder Ansporn sein, es zu übertreffen.
Auch und gerade aus Anlass des heute stattfindenden „Tag der Nachbarschaft“ sei der Wunsch Wilhelm Hamburgers hervorgehoben: Die fahrradfreundlichen Errungenschaften in der Stadt Bremen sollen Ansporn zu Besserem sein. Denn in Straßen mit mehr menschlichem Begegnungsraum und weniger motorisiertem Verkehr, haben die Anwohner/innen laut einer Studie der University of the West of England bis zu 75% mehr Freunde.
______________________________ Foto oben: Senats-Pressestelle Foto unten: Hannah Grundey
Bernd Baucks: „TUT DEM KLIMA GUT“
Freitag, 22. Mai 2009
Der Kirchentag in Bremen ist nicht nur fahrradfreundlich, sondern hat Klimaschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit groß auf seine Fahnen geschrieben. Für eine solche Riesenveranstaltung ist es nicht ganz einfach, den „ökologischen Fußabdruck“ klein zu halten. Klaus-Peter Land von der regionalen Fahrradzeitung pedal des ADFC Bremen sprach mit Bernd Baucks, Geschäftsführer des Kirchentages.
VERKEHR
pedal: Das Fahrrad ist eine Chance, die Anreise und den Verkehr während des Kirchentags umweltfreundlich zu machen. Wie reisen die übrigen Gäste und wie bewegen sie sich während des Kirchentags und wie wird noch klimafreundlicheres Verhalten unterstützt?
Baucks: Für die An- und Abreise gehören Sonderzüge, spezielle Kirchentags-Bahntickets und organisierte Reisebusse zum Standard. Drei Viertel der Teilnehmenden nutzen diese Angebote. Während des Kirchentages gilt die Eintrittskarte als Ticket im Bremer Nahverkehr. Der Kirchentag war übrigens ein Vorreiter bei der Entwicklung dieses heute üblichen Kombitickets. Das Kooperationsprojekt „fahrradfreundlicherKirchentag“ von ADFC und Kirchentag ergänzt das Mobilitätskonzept des Kirchentags perfekt: Organisierte Anreisen mit dem Rad in die Hansestadt, über 1 500 Leihfahrräder und ein Wegekonzept mit Extra-Rad-Parkplätzen vor Ort. Fahrradfahrende – Bremen und der Kirchentag erwarten Euch!
ERNÄHRUNG
pedal: Mit fünf Broten und zwei Fischen sind 100 000 Menschen vermutlich nicht 5 Tage lang satt zu bekommen. Wie gelingt der Spagat zwischen Massenverpflegung und hohen Ansprüchen an ökologische und fair gehandelte Nahrungsmittel?
Baucks: Fast die Hälfte der Schulen, die als Gemeinschaftsquartiere fungieren, bietet ein ökofaires Frühstück an. Auf dem Kirchentag selbst können sich die Teilnehmenden auf dem Naturkostmarkt mit Bio-Lebensmitteln versorgen und ihr Mittagessen im „Gläsernen Restaurant“ genießen. Hier werden nur Lebensmittel verwendet, die ökologisch, saisonal, regional und fair gehandelte sind.
ABFALL
pedal: Bei Großveranstaltunge sind die Müllberge oft riesengroß. Was tun Sie, um dem entgegen zu wirken?
Baucks: Wir nutzen nur Pfandgeschirr und für das Frühstück in den Gemeinschaftsquartieren bringen die Teilnehmenden (ca. 40 000) ihr eigenes Geschirr mit.
MATERIALVERBRAUCH
pedal: Kommunikation kommt nicht ohne handfestes Material aus: Papier, Textilien, Dekorationen, Möbel, Bauten. Was tut der Kirchentag?
Baucks: Es gehört zum Standard, unsere Publikationen auf Recyclingpapier zu drucken. Außerdem haben wir die T-Shirt-Kollektion im Kirchentagsshop in diesem Jahr auf „Bio“ umgestellt. Auf der Messe planen wir ein Leuchtturmprojekt für den Bereich Messebau, indem wir eine Halle auf energiesparende Beleuchtungstechnik umstellen und Mehrweg-Teppichböden verwenden. Bei allen Verbrauchsmaterialien versuchen wir wenn möglich recyclebare Alternativen verwenden.
UMWELT-/KLIMABILANZ
pedal: Wie werden die Wirkungen der Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen überprüft? Wo können interessierte LeserInnen mehr dazu erfahren?
Baucks: Der Kirchentag wurde als erste regelmäßig stattfindende Großveranstaltung 2007 mit dem europäischen EMAS-Zertifikat für gutes Umweltmanagement ausgezeichnet. Im zweijährlich veröffentlichten Umweltbericht können Interessierte dazu mehr erfahren. Sie können aber auch mitmachen: Der Kirchentag hat das Klimaschutzprojekt „TUT DEM KLIMA GUT“ gestartet, das vielfältige Tipps zum Ressourcensparen und Klimaschützen gibt. Wir wollen nicht nur informieren, sondern für das Klima aktiv werden. Zusammen mit allen Kirchentagsinteressierten wollen wir 6.000 Tonnen des Klimagases CO2 einsparen. Dies entspricht etwa der Menge, die durch einen Kirchentag verursacht wird.
Zwischen Himmel und Weser: Fahrradgottesdienst in Vegesack
Donnerstag, 21. Mai 2009Zusammenkommen, sich finden, gemeinsam etwas auf die Beine stellen und ein einzigartiges Erlebnis mit anderen teilen – das steht im Vordergrund des Kirchentages in Bremen.
In Vegesack, dem maritimen Teil der Hansestadt, organisieren unter dieser Maxime das Kultur Büro Bremen Nord, lokale Gemeinden und der ADFC am Donnerstag, 21. Mai 2009, Christi Himmelfahrt, gemeinsam ein buntes Open-Air-Kulturprogramm, in dessen Zentrum erstmalig in Bremen ein Fahrradgottesdienst steht. Der Gottesdienst nimmt Bezug auf das Rad als umweltfreundliche Möglichkeit, die Schöpfung zu bewahren und Gemeinschaft zu erleben. Er beginnt um 18 Uhr im Hafenwäldchen, direkt am Vegesacker Hafen unweit der Fähre nach Lemwerder.
Nach dem Gottesdienst am frühen Abend erwartet die Gäste noch ein Musik-Programm zwischen Rock und Pop: Ab 20 Uhr betritt die Soul-Stimme Sarah Kaiser mit ihrer Band die Bühne, ab 21 Uhr liefert Pop-Poet und Shootingstar Philipp Poisel den passenden Soundtrack zum stimmungsvollen Sonnenuntergang an der Weser.
Für Radfahrer gibt es an diesem Tag schöne vom ADFC ausgeschilderte Strecken links und rechts der Weser zwischen der Innenstadt und Bremen-Nord, so dass man das Open-Air-Programm auch problemlos auf den eigenen oder geliehenen zwei Rädern erreicht. Ein wunderbares Ziel also für alle, die den traditionellen Ausflug an Christi Himmelfahrt ebenso geistlich wie weltlich begehen möchten. Der Eintritt ist frei.
Fahrradgottesdienst an Himmelfahrt
Ort: Bremen Vegesack, Bühne am Hafen
Wann: Donnerstag,
21. Mai, 18 Uhr
____________________________________________ Text: Malte Prieser, Kultur Büro Bremen Nord
Grußwort des Bundesministers Wolfgang Tiefensee zum fahrradfreundlichen Kirchentag
Mittwoch, 20. Mai 2009Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen heute Reisende per Fahrrad zum Kirchentag in Bremen. Begleitet werden sie von erfahrenen Tourenleiter/innen des ADFC. Von Achim, Syke, Delmenhorst und Lilienthal aus startet die letzte zwei- bis dreistündige Etappe gen Bremen (Uhrzeit/Startort siehe hier). Heute um 11.45 Uhr werden die Anreisenden am Osterdeich in Höhe der Tiefer an der Weser von Bremens Umwelt- und Verkehrssenator Reinhard Loske, dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen sowie dem Komponisten, Sänger und Musiker Fritz Baltruweit begrüßt. „Wir freuen uns bereits auf zahlreiche radelfreudige Gäste und rechnen bei gutem Wetter mit mehr als 500 Teilnehmern“, schätzt Ludger Koopmann, Vorsitzender des ADFC Landesverbandes Bremen.
Aus Berlin sendet auch der Bundesminister Wolfgang Tiefensee seine besten Wünsche für den fahrradfreundlichen Kirchentag:
Der Klimawandel und die Endlichkeit der Erdöl-Vorräte stellen uns vor immer größere Herausforderungen. Das zentrale Element einer umweltfreundlichen Verkehrspolitik muss daher sein, Energie effizienter zu nutzen und den Ausbau und die Verwendung erneuerbarer Energien voranzutreiben. Aber das allein reicht nicht aus! Wir müssen auch für eine Veränderung unseres Mobilitätsverhaltens werben.
Ich danke dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag ganz herzlich, dass er sich dieses Themas so vorbildlich annimmt. Er lädt die Menschen ein, ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, indem sie zum Beispiel umweltverträglich nach Bremen anreisen.
Gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) will der fahrradfreundliche Kirchentag außerdem seine Gäste mit einer Vielzahl von Serviceangeboten zum Fahrradfahren anspornen. Wenn alle mitmachen, können die mit einer Großveranstaltung verbundenen Umweltbelastungen erfolgreich reduziert werden. Der diesjährige Kirchentag kann so Vorbildcharakter für künftige Großveranstaltungen haben. Mit der fahrradfreundlichen Ausrichtung des Kirchentages in Bremen bekommt das Selbstverständnis der Veranstalter, eine „Kirche in Bewegung“ zu sein, somit eine neue Bedeutung.
Es ist ein besonderes Anliegen der Bundesregierung, Verkehr und Klimaschutz künftig noch mehr miteinander in Einklang zu bringen und umweltfreundliche Verkehrsmittel nachhaltig zu fördern. Lassen Sie uns daher gemeinsam einen Beitrag für ein fahrradfreundliches Klima in Deutschland leisten!
Wolfgang Tiefensee
Bundesminister für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung
________________________ Foto: BMVBS

Verfasst von ADFC Bremen Blogger 
Verfasst von ADFC Bremen Blogger 


Verfasst von ADFC Bremen Blogger
Die Stationen wurden von freiwilligen HelferInnen des Kirchentags, der Werkstätten und des ADFC besetzt. „Aufpoliert“ worden waren die Räder auch im „Fahrradpark Tenever“. Das Ziel dieser von der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe getragenen Einrichtung ist es, SchulvermeiderInnen wieder zu einer regelmäßigen Unterrichtsteilnahme zu motivieren und zu befähigen. Dabei ist die Arbeit in der kleinen Fahrradwerkstatt den Jugendlichen besonders wichtig. Hier sollen sie sich neben technischem Verständnis auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit aneignen – denn in die Werkstatt darf nur, wer sich vorher auch an die abgesprochenen Regeln gehalten hat. Auch wenn ein Kirchentag fernab von der Lebenswelt der Jugendlichen ist: Unter Anleitung eines Handwerkers hatten sie jede Woche zwei gespendete Räder flott gemacht. Jetzt, nach dem Kirchentag werden die Räder an die Werkstätten und das Fundamt zurückgegeben und in sozialen Projekten in Bremen und in Ghana zum Einsatz kommen.










