Wer sich regelmäßig bewegt, tut viel für seine Gesundheit: Schon 30 Minuten leichter Bewegung am Tag verbessern die körperliche Fitness. Die halbe Stunde kann auch aufgeteilt werden, denn jede Aktivität zählt, die zehn Minuten und länger dauert. Schon wenig Bewegung bringt bereits sehr viel für Gesundheit und Wohlbefinden.
Der ADFC Bundesverband hat dazu jetzt einen Flyer “Fit für den Tag. Gesunde Gründe Rad zu fahren” herausgebracht.
Der Flyer wird als Download auf www.adfc.de angeboten. Mit dabei ist auch ein Fitnessplaner, in dem die Aktivitätszeiten eingetragen werden können.
Natürlich gibt es den Flyer auch im ADFC radort bremen in der Radstation am Hauptbahnhof gratis zum Abholen.
Kann man fit sein, ohne regelmäßig Sport zu treiben? Ja, das geht, behaupten der Fitness-Professor Hans Bloss und seine Tochter, die Medizinerin Dr. Isabel Bloss.
In der Broschüre “Fit ohne Sport” beschreiben sie Alltagsaktivitäten im Haushalt, bei der Arbeit und unterwegs, die dem körperlichen Wohlbefinden zuträglich sind - ganz ohne Schwitzen, Keuchen und Rennen. Denn eine Ausgewogenheit von regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung und sinnvoller Entspannung reichen dazu allemal aus.
Bloss & Bloss haben alle Tätigkeiten in einer Punktetabelle erfasst. So kann jeder für sich errechnen, wieviel Bewegung im individuellen Alltag stattfindet und wo noch mehr möglich wäre. Ein brandheißer Tipp in diesem Zusammenhang ist der tägliche Weg zur Arbeit.
Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, tut natürlich viel mehr für seine Fitness, als wer in gewohnter Weise das Auto dazu nutzt. Sollte die Entfernung zum Arbeitsplatz zu weit sein, kann ein Teil des Weges auch mit Bus und Bahn zurückgelegt werden. Zusätzlicher Fitness-Nutzen: Die Bewegung dient nicht nur dem Herz-Kreislauf-Training, sondern dabei wird auch Stress abgebaut. Auch in Bus und Bahn ist der Arbeitsweg wesentlich stressfreier als am Steuerrad des eigenen PKW im Berufsverkehr.
“Fit ohne Sport”, von Prof. Hans A. Bloss und Dr. Isabel Bloss, Knaur-Ratgeber, 128 Seiten für 14,95
ISBN: 3-426-64550-5
In Ungarn läuft ebenfalls eine Kampagne “Mit dem Rad zur Arbeit”. Sie wird mit diesem Promotionclip vom Ungarischen Ministerium für Wirtschaft und Transport beworben. Darin geht es um die Attraktivität von Menschen, die Rad fahren.
Der Film versteht sich von selbst, hier eine grobe Übersetzung:
Die Tasche der jungen Dame auf dem Rad trägt die Aufschrift “Mit dem Rad zur Arbeit!”.
Die ältere Dame fragt ihren älteren Herrn, ob er eine Tasse Tee möchte.
Seine Antwort: “Danke, das wäre lieb.”
Später sagt sie zu ihm: “Du solltest ebenfalls Rad fahren, Reszo.”
Und das ist auch das Credo des Abspanns: “Du solltest besser radfahren!”
Die hohen Preise an den Tankstellen regen offenbar immer mehr Menschen dazu an, häufiger das Fahrrad zu nutzen. Für 2008 kündigt sich ein großes Plus bei den Fahrradverkäufen an, hat jetzt eine Umfrage des ADFC Bundesverbandes ergeben.
Die Absätze von Mountainbikes und Rennrädern wiesen dabei ähnliche Steigerungen auf wie Trekking- oder Cityräder und führten in der Branche teilweise zu einem Umsatzplus von 20 Prozent. Zum derzeitigen Bestand von 67 Millionen Fahrrädern kommen in Deutschland jedes Jahr 4,58 Millionen Räder hinzu. Trekking- und Cityräder haben einen Modellanteil von 55 Prozent.
Rolf Lemberg, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV), erkennt ebenfalls Umsatzsteigerungen, insbesondere im Service und beim Zubehör: “Bei Ersatzteilen wie Ketten und Reifen spüren wir eine deutlich erhöhte Nachfrage”. Vorhandene Fahrräder werden stärker genutzt, vermutet er.
Kein Wunder: Allein für Sprit geben die Bundesbürger im Laufe ihres Lebens rund 80.000 Euro aus – Tendenz steigend. “Mit dem Fahrrad koppelt man sich in vielen Bereichen von der Rohstoff-Preisspirale ab”, sagt Karsten Hübener, Bundesvorsitzender des ADFC. Im Schnitt geben die Deutschen laut ZIV 368 Euro für ein Rad aus. Hinzu kommt Zubehör wie ein Schloss, Bekleidung, Tachometer, Helm oder Packtaschen.
“Wer täglich per Rad unterwegs ist, sollte mindestens 600 bis 700 Euro in sein Rad samt Ausrüstung investieren”, rät Hübener. Neben den Spritkosten spart man dann langfristig auch Parkgebühren, Versicherungen, Steuern und kommt in der Werkstatt wesentlich günstiger davon. Die Stadtwerke Bochum haben nachgerechnet: Jeder der 30 Mitarbeiter, die sich 2007 an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ beteiligten, hat täglich allein 1,50 Euro Spritkosten gespart. “Das Fahrrad wird langfristig die kostengünstigste Art bleiben, sich zügig auf kurzen Strecken fortzubewegen”, sagt Hübener. Selbst die angekündigten Preissteigerungen beim Fahrradkauf von bis zu zehn Prozent zum Jahresende könnten diesen Effekt kaum beeinflussen.
Wundermittel zum Abnehmen gibt es nicht. Eher gefährlich sind dubiose Diät-Medikamente, die rasanten Gewichtsverlust versprechen.
Wenn sich zu viele Pfunde angesammelt haben, dann heißt die Faustregel: Solange wie die Pölsterchen gewachsen sind, solange dauert es auch, sie wieder loszuwerden.
Der beste Weg dazu ist, den alten Trott zu verlassen, sich mehr zu bewegen und so das Verhältnis von Energiezufuhr und -abbau in eine bessere Bilanz zu bringen.
Bewegung muss nicht gleich Leistungssport sein! Ski-Langlauf und Aqua-Jogging sind zwar prima Sportarten, aber schwer in den Alltag zu integrieren. Der Weg mit dem Rad zur Arbeit kann ein täglicher Strampeleinsatz zum Fettverbrennen sein. Dabei muss die Bewegung nicht einmal besonders anstrengend sein. Lieber regelmäßig an der frischen Luft als selten übermäßig!
Der ADFC Bremen bietet mit zahlreichen geführten Touren unter www.radtouren-bremen.de weitere Motivationshilfe an, um den inneren Schweinehund zu überwinden.
Gemeinsam mit der AOK ruft der ADFC außerdem zur Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit” mit vielen Gewinnen für die Teilnehmer auf. Die Anmeldung dazu ist noch bis 31. Juli 2008 möglich.
Also, raus aus der Couch, Autoschlüssel hängen lassen und rauf aufs Rad! Die nächste ADFC-Tour wartet schon…
Über sein Radtouren-Angebot für Diabetiker informiert der ADFC Bremen jetzt mit dem Flyer “Mit Zucker auf Tour”, der mit der Unterstützung der Gesundheitskasse AOK erstellt wurde. Die Touren werden von der Diabetesassistentin Ulrike Wübbena begleitet und finden in der Zeit Mai bis Oktober statt.
Bewegung ist ein wichtiger Beitrag zum Wohlbefinden besonders auch bei Diabetes. Ulrike Wübbena weiß aus Erfahrung: „Viele Betroffene trauen sich weniger zu als sie können und fürchten die Reaktionen ihrer Mitmenschen, wenn sie in die Unterzuckerung kommen.” Bei den Diabetes-Touren des ADFC wird dies berücksichtigt. Denn alle Teilnehmer wissen, dass auch Diabetiker mitfahren. Falls bei einem Teilnehmer eine Unterzuckerung eintritt, unterstützt Ulrike Wübbena den Betroffenen, bis die Krise überwunden ist. Für alle Fälle hat die Diabetesassistentin Kraftriegel griffbereit dabei.
Am dritten Samstag im Monat startet eine drei bis vierstündige Tour von Schwachhausen aus. Außerdem wird monatlich eine flotte Sonntagstour für Frauen angeboten. Selbstverständlich sind bei allen Touren auch Menschen ohne Diabetes willkommen.
Den Flyer gibt es beim ADFC radort bremen, Bahnhofsplatz 14 a, Telefon: (0421) 79 47 95 11.
Ulrike Wübbena ist für spezielle Fragen erreichbar unter Telefon: (0421) 4 84 48 97.
Die nächsten Tage werden wieder richtig winterlich. Bremer Winter ist graues Wetter mit Schnee, der schnell schmilzt. Nur in einigen Kurven ist es fies glatt. Wegen der erhöhten Rutschgefahr sind vorausschauendes Fahren und genügend Abstand jetzt besonders wichtig. Also: rechtzeitig das Tempo reduzieren, frühzeitig und maßvoll bremsen!
Das Fahrrad sollte technisch einwandfrei sein. Besonders wichtig sind Bremsen, Bereifung und Beleuchtung.
Autofahrern rät der ADFC gerade bei diesem Wetter, ihre Fahrweise auf schlechte Sichtverhältnisse und rutschige Fahrbahnen einzustellen. Sie sollten Radfahrer nur mit ausreichendem Abstand (mindestens 1,5 Meter) überholen, da diese plötzlichen Hindernissen wie Ästen oder Laubbüscheln ausweichen könnten.
Wer sich auch bei kaltem Wetter aufs Rad setzt, bringt den Kreislauf in Schwung und stärkt die Abwehrkräfte. Ausreichend warm wird man beim Radfahren wie von selbst. Die optimale Bekleidung ist daher dünn und atmungsfähig, wind- und wasserdicht. Je nach Außentemperatur können verschiedene Kleidungsstücke nach dem Zwiebelprinzip kombiniert werden. Helle Kleidung mit Reflektoren macht Radfahrer bei Bremer grauem Wetter sichtbarer. So ausgestattet kommt man mit dem Rad ideal durch, und dem täglichen Radfahrspaß steht nichts mehr im Wege.