Treffen für Neue und Interessierte – 27. November 2009

Montag, 23. November 2009

Neu im oder interessiert am ADFC? Dann kommen Sie doch zum Neuentreff!

In gemütlicher Runde können Sie sich über die Aktivitäten und den Service des ADFC informieren lassen und mit erfahrenen ADFClern über Ihre brennendenFragen zum Radfahren klönen. Jeweils um 18 Uhr im ADFC-Treff Jan Tebbe, Bahnhofsplatz 14a. Weitere Informationen gibt es unter Tel. (0421) 794 795 11.

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irritierende Grafik gefunden bei ridingpretty

ADFC-Mitgliederzahlen so hoch wie nie

Donnerstag, 12. November 2009
Neumitglied Jan-Hendrik C.

Neumitglied Jan-Hendrik C.

Der ADFC wächst weiter: Erstmals verzeichnet der ADFC bundesweit mehr als vier Prozent Steigerung bei den Mitgliederzahlen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat.

Der ADFC hatte bei Redaktionsschluss genau 123 102 Mitglieder bei 66 291 Adressen.

Gratulation und herzlichen Dank allen, die daran mitgewirkt haben. Auch so erhöhen sich die Mitgliederzahlen: Neue Haushalts- oder Familienmitglieder jetzt nachmelden! Das stärkt die Lobby fürs Radfahren und hat Perspektive! Ganz einfach online:

www.adfc.de > Mitgliedschaft >Änderung der Mitgliedsdaten, oder formlos schriftlich mit Mitgliedsnummer, Namen und Geburtsjahr der
neuen Mitglieder.

Klaus- Peter Land


AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 4)

Montag, 9. November 2009

Seit 30 Jahren setzt sich der ADFC für eine bessere Verkehrspolitik ein. Mit Erfolg, wie die zahlreichen Verbesserung für den Radverkehr, Fahrrad-Events, Tagungen und Kongresse dokumentieren. Wie alles entstand, zeigt diese vierteilige Serie:

Brüssel – Bremen

Sept. 1983 12 europäische Radfahrerverbände gründen in Kopenhagen den Europäischen Fahrradfahrer-Verband (ECF); der ADFC gehört zu den Gründungsmitgliedern

März 1988 Einführung der Haftpflichtversicherung für alle Mitglieder; 1989 folgte die Rechtsschutzversicherung;
1992 Angebot einer Fahrrad-Diebstahl- Versicherung

Juni 1989 Die Bundeshauptversammlung tagt 10 Jahre nach der Gründung erstmals in Bremen und setzt die seit 1987 geführte Debatte zu einem ADFCGrundsatzprogrammfort und beschließt die „Bremer Thesen“

Mai 1999 Die ADFC Bundeshauptversammlung tagt zum 2. Mal in Bremen

2009 „best for bike“, der Preis für die fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres geht an Stadt, Kirchentag und ADFC Bremen für das Projekt
„Fahrradfreundlicher Kirchentag“

siehe auch:
AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 1)
AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 2)
AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 3)

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zusammengestellt von Hans-Joachim Reimann

Weggefährten des ADFC: Henning Scherf, Harald Vogt

Freitag, 6. November 2009

Henning Scherf

Als Bremer Bürgermeister für den ADFC aktiv: Henning Scherf, hier als Schirmherr der ADFC-ÖVB-Fahrrad- Sicherheitswochen 2003 in der Grundschule Lessingstraße

Der langjährige Bremer Senator und Bürgermeister Henning Scherf wurde mit 41 Jahren am 6. Juni 1979 ADFC-Mitglied, ist also eines der ersten Mitglieder.

In seinem Buch „Grau ist bunt – was im Alter möglich ist“ (Herder, Freiburg 2007) beschreibt er die Anfänge: „Die Bremer Gruppe hat Radwanderungen nach Worpswede und Grasbergorganisiert und später Radwanderwege entwickelt. Für diese Wegenetze haben wir dann politischeÜberzeugungsarbeit in den Landkreisen geleistet.

Später haben wir Reiseführer über unsere Radtouren geschrieben, mit praktischen Tipps, welche Strecken man gut in einem Tag schaffen kann, welche Sehenswürdigkeiten am Wegesrand liegen und welche Übernachtungsmöglichkeiten es gibt.“

Die Vorzüge des Radfahrens preist er so: „Man kommt vor die Tür, ist unter Menschen, tut etwas für seine Kondition, entdeckt wunderschöne Flecken in der Landschaft, die man mit anderen Verkehrsmitteln kaum erreichen würde, und bekommt all dies für wenig Geld.“

Harald Vogt

Fünfzehn Jahre lang hat Harald „Hacky“  Vogt die provisorische Fahrradstation in den zunächst roten, später gelben Containern als Pächter betrieben.

Seit März 1988 gehörte er zum Bahnhofsplatz genauso wie der Wurstpavillon.

Hacky kannten auch fast alle – und er sie.

Bei ihm holten sich die Rad fahrenden BremerInnen fast im Vorbeifahren kostenlosen Rat oder ein Ersatzteil, denn keine Ladentür trennte die Kundschaft vom Service rund ums Rad – fast alles Open Air. Kleinigkeiten wurden meistens sofort behoben.

Wenn’s mal länger dauerte, bekam man bei Hacky auch
ein Leihrad.

Außerdem verkaufte er Neu- und Gebrauchträder, die Fahrradkarte für den nächsten Ausflug und immer das pedal. Einen Scherz und ein Eukalyptusbonbon gab’s gratis dazu. Kamen Radtouristen aus dem Bahnhof, konnten sie die bunten Container nicht verfehlen.

Heiß begehrt bei Dauerkunden waren die vier abschließbaren Park-Boxen. Sicheres Fahrradparken unter Dach konnte die offene Fahrradstation leider nicht bieten,  lediglich eine Reihe von besonders gut verriegelbaren Fahrradständern war monatlich anzumieten.

Nichts zum Reichwerden, aber das Auskommen war gesichert – zeitweise auch für einen Mitarbeiter.

Wirtschaftlich schwere Zeiten hatte Harald Vogt jedoch durchzustehen, als während der Umbauphase des Bahnhofsplatzes die Container vorübergehend in der hintersten Ecke verschwinden mussten, wo sie kaum noch jemand fand.

Provisorien dauern bekanntlich etwas länger. Dieses dauerte einundzwanzig Jahre – geduldet von der Stadt Bremen.

Denn 1982 zauberte ADFCGründungsmitglied Jan Tebbe diese Container auf den Bahnhofsplatz – als Keimzelle einer Fahrradstation. Damit wollte er Bremen auf „niederländisches Niveau“ heben.

Heute in der Neustadt

Als 2003 die neue Radstation bezugsfertig war und sich Jan Tebbes Traum erfüllte, mussten die Container endgültig weichen.

Harald Vogt zog mit seinem Betrieb auf die andere Weserseite um. Die Fahrradstation Neustadt ist auch ohne Parken und Verleih ein gutgehendes Geschäft geworden.

Dort fühlt er sich heute sichtlich wohl- der ADFC freut sich mit und dankt seinem langjährigen Fördermitglied und Weggefährten Harald Vogt fürdie Treue!

Text: Brigitte Breyling

Foto: Sigrun Bösemann/ Hannah Grundey


AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 3)

Montag, 2. November 2009

Seit 30 Jahren setzt sich der ADFC für eine bessere Verkehrspolitik ein. Mit Erfolg, wie die zahlreichen Verbesserung für den Radverkehr, Fahrrad-Events, Tagungen und Kongresse dokumentieren. Wie alles entstand, zeigt diese vierteilige Serie:

Veranstaltungen

1992 Erste ADFC-Radlerbörse „Radreisen – grenzenlos!“, seitdem jährliche ADFC-Urlaubsmesse
1996 1. Bremer Fahrrad-Festival auf dem Goetheplatz, seitdem jährlich
1998 – 2000 Bremer Fahrrad-Cup von ADFC und ÖVB
2000 – 2006 ÖVB-Fahrradsicherheits- Checks
2003 – 2006 Nordlichter / WeserKlasse – Frühlingstouren ins Weserland seit 2005 Tour de Natur und Fahrradwoche jährlich im Roland-Center Bremen- Huchting
seit 2007 Bremen.kinder.leicht.gesund Familientouren
seit 2008 Mobil mit Kind und Rad – Familienrallyes

Veröffentlichungen

1981 Erscheinen der ersten ADFC-Radrouten- Karten
1984 Erster Bremer Radfahrerstadtplan von Dieter König
1988 Der erste ADFC-Dachgeber erscheint. Der Bremer Weltumradler Wolfgang Reiche brachte die Idee mit aus Australien.  2009 enthält dieses
Übernachtungsverzeichnis auf Gegenseitigkeit in der 22. Auflage über 3 000 Adressen.
2005 Bremer Radverkehrsplan neu erstellt von GeoInformation, Bausenator und ADFC

Mit dem Rad zur Arbeit

1983 Erste Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“; weitere 1984 und 1985
2004 Erstmals in Bremen als Gemeinschaftsaktion mit AOK Bremen/ Bremerhaven
2006 ADFC eröffnet gemeinsam mit dem Bundesverkehrsminister die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, die erstmals in allen Bundesländern und erstmals einheitlich vom 1.6. bis 31.8. stattfand
2008 Über 5 000 Teilnehmer im Land Bremen = bundesweit Spitze

siehe auch:
AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 1)
AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 2)

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zusammengestellt von Hans-Joachim Reimann

AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 2)

Montag, 26. Oktober 2009

Seit 30 Jahren setzt sich der ADFC für eine bessere Verkehrspolitik ein. Mit Erfolg, wie die zahlreichen Verbesserung für den Radverkehr, Fahrrad-Events, Tagungen und Kongresse dokumentieren. Wie alles entstand, zeigt diese vierteilige Serie:

Radstation

1981 bis 2003 provisorische Fahrradstation in zwei Containern mit Service und Mieträdern vor dem Bremer Hauptbahnhof (Gelände des heutigen ZOB)

Über Nacht bekam Bremen eine (symbolische) Fahrradstation auf dem Bahnhofsplatz geschenkt – auch eine Idee von Jan Tebbe und seinen frühen Mitstreitern

Über Nacht bekam Bremen eine (symbolische) Fahrradstation auf dem Bahnhofsplatz geschenkt – auch eine Idee von Jan Tebbe und seinen frühen Mitstreitern

2003 Eröffnung der Radstation am Hauptbahnhof, erbaut von der BREPARK (seit 2006 ist der ADFC Betreiber, zusammen mit 1-2-3Rad)
2008 Radstation in Vegesack von BREPARK eröffnet (Betrieb durch ADFC und 1-2-3Rad)

Mitgliederzahlen

1981 ADFC hat 11 Bezirksvereine mit ca. 5 000 Mitgliedern
1989 ADFC bundesweit 23 000 Mitglieder
1999 100 000 Mitglieder
2009 124 000 Mitglieder; in Bremen
über 2 900 Mitglieder

Fachkongresse

1980 Erster VeloCity Kongress in Bremen mit 400 Teilnehmern
1989 „Bremer Fahrradtage“
1993 Bremer Fahrrad Kongress der BREPARK (mit ADFC) „Ein Platz fürs Fahrrad in der Stadt“
1999 2. Bremer Fahrrad Kongress „Stadt Land Rad“ (Fahrradtourismus).
2006 3. Bremer Fahrrad-Kongress „Kinder er-fahren die Stadt“

siehe auch:
AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 1)

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zusammengestellt von Hans-Joachim Reimann

ADFC fordert sichere Gestaltung für den Radverkehr in der Wachmannstraße

Freitag, 23. Oktober 2009

Um die Sicherheit der Rad fahrenden Verkehrsteilnehmer an der Schubertstraße/ Ecke Wachmannstraße zu erhöhen, schlägt Klaus-Peter Land, Geschäftsführer des ADFC Bremen, zusätzliche Maßnahmen vor: Das Teilstück zwischen Schubertstraße und Schwachhauser Ring sollte als Fahrradstraße ausgewiesen und der ohnehin für das heutige Radverkehrsaufkommen schon zu schmale, links von der Fahrbahn liegende Zweirichtungsradweg aufgehoben werden. Dadurch würde auch die dort geltende Tempo-30-Regelung wirksam unterstützt.

Die Strecke ist Bestandteil der viel genutzten Radroute zwischen Uni und City. Bei der notwendigen Umgestaltung des Beginns dieser Fahrradstraße könnte auch die Querung der Straßenbahngleise am Benqueplatz durch einen Verkehrsspiegel ergänzend gesichert werden.

Zusätzlich könnte diese Ecke weiter entschärft werden, wenn die Schubertstraße als Teil einer wichtigen Hauptverbindung im Bremer Radverkehrsnetz fahrradfreundlicher gestaltet würde, meint der ADFC. Wie schon auf dem vorderen Abschnitt könnte auch zwischen Georg-Gröning-Staße und Wachmannstraße auf den Radwegen geparkt und der Radverkehr auf die dann breitere und möglichst asphaltierte Fahrbahn geleitet werden. Das trüge auch an der Ecke Wachmannsraße zu mehr Übersichtlichkeit und besseren Sichtbeziehungen bei, meint Klaus-Peter Land vom ADFC. Außerdem ermögliche erst mehr Platz auf der Fahrbahn auch Radfahrern mit Kinderanhängern die Benutzung dieser Route – die bisherigen, nicht benutzungspflichtigen Radwege seien dafür viel zu schmal und zu holperig und die Fahrgasse zwischen den parkenden Autos zu eng für eine reibungslose Begegnung mit breiteren Fahrzeugen.

Generell sollten Radverkehrsanlagen mehr auf die Zukunft ausgerichtet werden, fordert der ADFC, das heißt, auf eine rasant ansteigende Zahl von Radfahrenden.


AUS DEN BREMER ADFC-CHRONIKEN (Teil 1)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Seit 30 Jahren setzt sich der ADFC für eine bessere Verkehrspolitik ein. Mit Erfolg, wie die zahlreichen Verbesserung für den Radverkehr, Fahrrad-Events, Tagungen und Kongresse dokumentieren. Wie alles entstand, zeigt diese vierteilige Serie:

Gründung

18. April 1979Der Bremer Transportunternehmer Jan Tebbe und 17 weitere Fahrradinteressierte gründen in Bremen den ADFC

27. September 1979 Gründung des ADFC Bundesverbands

15. Oktober 1979 Gründung des ADFC Bremen (als Bezirksverein)

30. Juli 1985 ADFC-Gründer Jan Tebbe stirbt überraschend während eines Urlaubs im Alter von 58 Jahren.

Geschäftsstelle

1979 Bundesverband und ADFC Bremen nutzten als erste Geschäftsstelle das Wachhaus am Bischofstor/Eingang Wallanlagen am Präsident-Kennedy- Platz

1981 Umzug zum Fedelhören

1983 ADFC zieht um in die Rutenberg- Villa (Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt), Am Dobben 91

1989 Landesverband Bremen, Mathildenstraße 89, Aufbau eines Infoladens.

2003 ADFC radort bremen (Infoservice) und Landesgeschäftsstelle in der Radstation am Hauptbahnhof

2009 Erweiterung: ADFC-Treff Jan Tebbe

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zusammengestellt von Hans-Joachim Reimann

Bremerhavener Stadtnotizen – Gestörte Verhältnisse

Donnerstag, 15. Oktober 2009
Engpass - Einsendung von Christoph Depenbusch beim ADFC- Cartoonwettbewerb zur Fahrradwoche 2009 im Roland- Center, Bremen- Huchting

"Engpass" - Einsendung von Christoph Depenbusch beim ADFC- Cartoonwettbewerb zur Fahrradwoche 2009 im Roland- Center, Bremen- Huchting

Es ist unangenehm kühl, leichter Nieselregen setzt ein. Gegen neun Uhr befahre ich von Speckenbüttel kommend die Langener Landstraße in südlicher Richtung – mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn. Der Berufsverkehr ist schon abgeklungen und nur einige Nachzügler wählen mit mir zusammen diesen Weg in die Stadt. Gleich an der ersten Kreuzung beginnt der Fahrer eines Wagens aufdringlich zu hupen. Stört es ihn, dass ich vor ihm an der roten Ampel stehe? Bis zur Stadtmitte werde ich insgesamtvon sechzehn Autofahrern angehupt und zum Teil auch angepöbelt.

Unwissend oder ohne Verstand?

Auf den Gedanken, dass Radfahrer nicht die viel zu schmalen, kaputten und dreckigen Radwege benutzen möchten, kommen viele Autofahrernicht.

Auch verstehen manche nicht, dass viele Bordsteinradwege durch Poller, Schilder, Pfosten, Fußgänger, Mülltonnen, Baustellen und parkende Autos schlicht versperrt sind.

Auch wenn ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist, muss er nicht unbedingt befahren werden.

Und dass Radfahrerbei einem nicht benutzungspf lichtigen  Radweg wählen dürfen, ob sie diesen oder die Fahrbahn benutzen wollen, wissen viele auch nicht.

Endlich Ruhe!
Als ich am späten Vormittag zurück nach Speckenbüttel fahre, allerdings diesmal nicht über die Hauptstraßen, sondern durch das Wohngebiet Eckernfeld, gibt es kein Gehupe.  Nicht etwa, weil ich dort auf Radwegen fahren würde, nein, weil es dort keine gibt.

Christian Peters


Glückwunsch Bremen! 30 Jahre ADFC

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Ob sich die Gründer des ADFC auch nur im Entferntesten haben vorstellen können, was aus ihrer kleinen Initiative entstehen würde?

Damals, vor rund dreißig Jahren, an Tebbes Küchentisch in Bremen ging es noch darum, die ersten hundert Mitglieder zu werben. Wären sie nicht rasch eingetreten, der Allgemeine Deutsche Fahrrad- Club wäre nicht gegründet worden.

Fahr Rad gegen den Trend

Welche Ziele hatten Jan Tebbe und seine Mitstreiter vor Augen und was hatte sie dazu bewogen einen Verein zu gründen?

Ende der Siebziger war das Auto im Vormarsch und so manch einer träumte von der autogerechten Stadt. Diesem Trend wollten die ersten Fahrrad-Lobbyisten etwas entgegensetzen und für eine menschengerechte Stadt das Fahrrad als Alternative etablieren. Was der ADAC für Autofahrer, sollte der ADFC für Radfahrer sein:  Eine starke Interessenvertretung!

Die pedal-Redaktion hat in Archiven gewühlt, eine Zeitzeugin befragt und sich an Weggefährten erinnert: Im Interview erzählt Iduna Franzius- Tebbe von den Anfängen und was ihren Mann Jan bewegt hat.

Wie selbstverständlich heute viele Utopien von damals sind und wie viel es dennoch zu tun gibt steht im Kommentar vonJan Brüning. Die Chronik am Rand  wirft Streiflichter auf mehr oder weniger bedeutende Ereignisse auf dem Weg des ADFC Bremen durch die letzten 30 Jahre. Und ein Dank geht an die ADFC-Weggefährten Henning Scherf und Harald Vogt – stellvertretend für viele.

In die Rathäuser!

Als neuer Verband grenzte sich der ADFC damals durch seine Strategie von den Bürgerinitiativen ab. Um ihren Zielen näher zu kommen, wollten die Altvorderen lieber mehr auf das sachliche Gewicht ihrer Argumente setzen und eher im Rathaus verhandeln als davor demonstrieren.

Dieses Vorgehen ist bis heute eine erfolgreiche Leitlinie des ADFC (Ausnahmen gehören selbstverständlich dazu). Aber auch das gemeinsame Radfahren war damals und ist bis heute immer wieder wichtig für die Stärke der Gemeinschaft und das gegenseitige Vertrauen.

Wer Engagement,  Serviceund Kontakte rund um das Radfahren sucht, ist heute mehr denn je beim ADFC an der richtigen Adresse.

Jan Brüning/Klaus-Peter Land

Foto: Hannah Grundey