Das neue Fahrgefühl – Pedelecs*

Auf dem Fahrradfestival auch von Projektleiterin Antje Hoffmann getestet*

Fahrräder mit eingebautem Rückenwind sind stark im Kommen – heißt es.  Beim diesjährigen Bremer Fahrradfestival präsentierte sie der Borsteler
Fahrradhändler Kappel & Lange.  Irmgard Kenkenberg hat eins seiner Pedelec*-Modelle getestet.  Hier ist ihr Bericht.

Nur fliegen ist schöner!

Endlich ist sie da, die Gelegenheit. Sich ein Elektrorad aus der Nähe anzuschauen, mal eben so auszuprobieren und viele Fragen stellen zu können. Die erste Überraschung: Man sieht es dem Rad nicht unbedingt gleich an!  Bei „meinem“ Rad ist der Akku in den Gepäckträger integriert. Und es ist gar nicht so schwer – keine 25 kg.

Ein Victoria Münster Rad.  Der Motor ist in derVorderachse versteckt.  Das gefällt mir auch, weil ich Fahren mit Rücktrittbremse gewohnt bin.  Also 7-Gang-Nabenschaltung und alles wie gewohnt. Die zweite Überraschung für mich:  Man fährt nicht entweder oder, sondern tritt immer in die Pedale – das ist sogar Vorraussetzung – und kann erst dann nach Bedarf  oder Lust und Laune den Motor dazuschalten und „Gas“ geben, mit dem Drehgriff rechts.

Für die gewünschte Motorleistung gibt es hier zwei Stufen: Normal, für dauerhafte maximale Unterstützung, zum Beispiel bei Gegenwind oder Steigungen, und einen Sparmodus für lange Strecken bei gleich bleibender Geschwindigkeit. Der Akku und damit die Motorunterstützung reicht bei diesem Rad bis zu 60 Kilometer.

Es gibt zwei Jahre Garantie und bei manchen Rädern auch einen Ersatzakku. Ein Display zeigt den Ladezustand an. Ein Akku kann etwa 500 Mal geladen werden, bei diesem Rad muss er dazu nicht vollständig entleert sein, jedoch zählt jede Ladung für das Akku-Leben.

Muss ich mir Sorgen um die Stromrechnung machen? Nein. Eine durchschnittliche Akkuladung braucht bis zu  0,35 Kilowattstunden und kostet je nach Stromanbieter zwischen 4 und 10 Cent.  Da sind die Kosten für einen Ersatz-Akku der wesentlich bedeutsamere Faktor.  Dann wäre da noch der Preis, in diesem Fall knapp 1 400 Euro – für die Qualität  gibt es aber auch ab und zu schon mal ein gebrauchtes E-Rad.  Ich bedanke mich bei Reiner Lange für die erstklassige Beratung.

Irmgard Kenkenberg

*Pedelecs (Pedal Electric Cycle) mit Tretunterstützung bis 250 Watt gelten als Fahrräder. Pedelecs mit stärkeren Motoren benötigen, wie E-Bikes, die auch ohne Treten mit Motorantrieb fahren, eine Zulassung und ein Versicherungskennzeichen. Weitere Infos zu Pedelecs finden Sie in der ADFC-Radwelt 6/08 und auf www.adfc.de, www.bremer-umwelt-beratung.de oder www.extraenergy.org

Wozu sind elektrisch unterstützte Fahrräder in Bremen gut?  BesucherInnen des Bremer Fahrradfestivals ist folgendes dazu eingefallen:

  • Für alle

    Die Ampel zeigt, wie lange der Motor noch schiebt*

  • wenn ich morgens keine Kraft habe, um 7 Uhr zur Schule zu fahren
  • ohne Schwitzen zur Arbeit
  • machen ungleiche Radelpartner gleich stark
  • hilfreich an Steigungen
  • bei Gegenwind
  • bei Knie-Erkrankungen
  • spart kostbare Kalorien
  • sind umweltfreundlich
  • bringen Spaß
  • machen glücklich

*Foto:  Walter Gerbracht / Hartje

2 Antworten zu „Das neue Fahrgefühl – Pedelecs*“

  1. Pedelec sagt:

    Hier noch ein paar Gründe:
    *weil man schneller ist als mit dem Auto
    *weil schnell Radfahren spass macht
    *weil man unbeschwert cruis’n kann
    *…

  2. Peter A. Busch sagt:

    Es wäre nicht nur für mich sondern auch für unsere Mitglieder interessant Erfahrugsberichte zu lesen. Wer wagr es?

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