Vom Wohngebiet „Leherheide“ im Norden Bremerhavens führt eine gern genutzte Radroute zur Innenstadt über die Brücke der Cherbourger Straße in das Wohngebiet „Schierholz“. Am Ende dieser Brücke stellte die Stadt nun ein Drängelgitter auf, welches nur mit Mühe zu durchfahren ist. Radfahrer mit Anhänger, müssen diesen umsetzen, dass heißt absteigen. Fußgänger mit Doppelkinderwagen passen überhaupt nicht durch. Sie müssen zurück über die Brücke. Egal ob die Verantwortlichen die Radfahrer oder die Brücke vor den Autofahrern schützen wollten: Man hätte dazu die Gitter auch weiter auseinander platzieren können oder nur zwei Pfosten zu setzen brauchen. Radfahrer haben sich schon eine eigene Umfahrung geschaffen – leider nicht ganz risikolos.
Umkehren am Sperrgitter
Mittwoch, 25. November 2009Beauty and the Bike – der Film
Dienstag, 24. November 2009Ein Filmprojekt macht Werbung fürs Fahrradfahren – vor allem in England. Bremen und die englische Stadt Darlington sind Schauplatz für den Film „Beauty and the Bike“.
Aber, nicht um Liebe und Leidenschaft, sondern um Frauen und Fahrräder geht es. Zentrale Frage: Was schreckt Frauen und Mädchen in vielen Ländern Europas vom Fahrrad ab, während sie in Deutschland, Holland und Dänemark nicht davon lassen können?
Bestaunen lässt sich dieser Gegensatz in Bremen und Darlington. In beiden Städten wurde eine Gruppe von jungen Mädchen begleitet, interviewt, fotografiert und gefilmt. Sie besuchten sich gegenseitig; so waren die Girls aus Darlington im April 2009 in Bremen.
Am 3. Dezember 2009 findet die Weltpremiere des Films vor geladenen Gästen in Bremen statt. Am 9. Dezember 2009 wird die Premiere in Darlington wiederholt. Ein Vorfilm steht bereits im Netz:
Der Film macht deutlich, welche Schäden autozentrierte Verkehrspolitik verursacht haben. Während über Risikobewertung, Fahrrad-Helme, Rad-Training und Marketing-Strategien debattiert wird, bleiben die grundlegenden Hindernisse für den Radverkehr unberührt – großzügige Stadtplanung für Autos und zu wenig Raum für den Radverkehr.
Weitere Infos zum Projekt unter BikeBeauty.org, HembrowBlogspot, BikeDarlington und Quickrelease.tv.
Treffen für Neue und Interessierte – 27. November 2009
Montag, 23. November 2009Neu im oder interessiert am ADFC? Dann kommen Sie doch zum Neuentreff!
In gemütlicher Runde können Sie sich über die Aktivitäten und den Service des ADFC informieren lassen und mit erfahrenen ADFClern über Ihre brennendenFragen zum Radfahren klönen. Jeweils um 18 Uhr im ADFC-Treff Jan Tebbe, Bahnhofsplatz 14a. Weitere Informationen gibt es unter Tel. (0421) 794 795 11.

_____________________________________________ irritierende Grafik gefunden bei ridingpretty
Baustelle Duckwitzstraße dumm ausgeschildert
Freitag, 20. November 2009Nicht zu Ende gedachte Regelungen führen immer wieder an der Realität vorbei. Hier ein Beispiel zur Baustellenverschilderung an der Baustelle Duckwitzstraße aus Bremens Neustadt – eine Abstimmung mit den Rädern:
Jeder sucht sich seinen Weg.
Am Anfang steht ein Sperrschild, 50m später erfolgt wieder die Freigabe…
Fachkonferenz für fahrradfreundliche Großveranstaltungen
Donnerstag, 19. November 2009Am Montag, 2. November 2009, fand in Bremen die Fachkonferenz „1000fach per Rad“ statt.

Vor über 50 Teilnehmern präsentierten mehrere Referenten ihre Erfahrungen bei der fahrradfreundlichen Organisation des 32. Evangelischen Kirchentages, bei dem sich im Mai 2009 über 100.000 Gäste in der Hansestadt versammelt hatten. Die Veranstaltung wurde mit dem „Best for Bike“-Preis als fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres 2009 ausgezeichnet.
Die Konferenz vermittelte den Gästen Wissen und Anregungen, wie das Fahrrad als Verkehrsmittel in großem Umfang in Großveranstaltungen eingebunden werden kann.
Begrüßt wurden die Gäste vom Bremer Umweltsenator Dr. Reinhard Loske und von Guido Zielke, Ministerialrat im Bundesministerium Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Das Ministerium hatte das Projekt finanziell gefördert, und Zielke lobte die Zusammenarbeit.
Nach der Premiere der 18minütigen Filmdokumentation über die Arbeit an der fahrradfreundlichen Infrastruktur wie Wegweisung, Leihrädern und Abstellanlagen wurden mehrere Vorträge zum Beispiel über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Kooperation mit ehrenamtlichen Helfern und die Einbindung städtischer Verwaltungen gehalten. Erfahrungen mit Großveranstaltungen aus dem Ausland steuerten Peter Weiß, Radverkehrsbeauftragter der österreichischen Stadt Salzburg, sowie Marjolein de Lange vom Fietsersbond aus Amsterdam bei.
____________________ Foto: Hannah Grundey
Ride Planet Earth – ganz nah an Bremen vorbei
Mittwoch, 18. November 2009Seit Juli 2008 ist eine Gruppe des Ride Planet Earth Projektes per Fahrrad auf dem Weg von Sydney nach Kopenhagen.
Am 6. Dezember 2009 wollen die Aktivisten im Vorfeld der UN-Weltklimakonferenz auf die Bedeutung des Fahrrades für eine klimafreundliche Verkehrspolitik aufmerksam machen. Der Konvoi von Ride Planet Earth befindet sich nach der Überquerung der tschechisch-deutschen Grenze und der Tour entlang der Elbe in Berlin, wo eine Tour durch die Stadt und eine Pressekonferenz geplant sind.
Am 25. November 2009 wird die Gruppe in Hamburg Station machen. Ride Planet Earth lädt alle interessierten Radfahrer/innen ein, den Konvoi ein Stück zu begleiten. Der aktuelle Tourverlauf kann unter www.rideplanetearth.org verfolgt werden.
Bike + Sing – Ein Sommer auf dem Rad
Montag, 16. November 2009
Zu einem Diavortrag lädt Tourenradler Markus Hübener am Freitag, den 20. November 2009 ein. Live begleitet wird er von der Sängerin Nicole Sachmerda.
Am 1. Mai 2009 startete Markus Hübner in seiner Heimatstadt Bremen um Deutschland mit dem Rad zu umreisen. Nach mehr als 4 Monaten mit Grenzerfahrung in den 9 Nachbarländern Deutschlands kehrte er im September wieder an die Weser zurück.
Auf seiner fast 6000 Kilometer langen Reise mit Rad und Zelt hat Markus Hübner die kleinen und großen Besonderheiten mit dem Blick über den Lenkerrand gefunden.
Sein Fazit nach vier Monaten auf dem Rad: „Beim nächsten Mal fahre ich noch langsamer, damit ich noch mehr sehe und mehr Zeit habe zum Betrachten. Deutschland ist das Radreise Land für Kinder und Familien. Es gibt unglaublich viel zu entdecken. Viele haben nur vergessen die Dinge zu sehen.“
Seine Erzählungen sind kein Reisebericht, es geht nicht um Kilometer und Zeiten, sondern um das Erleben von Land und Leuten. Der Vortrag spiegelt eine besondere Kultur des Radreisens und der Kultur unseres Landes wider. Die Sängerin Nicole Sachmerda begleitet Markus Hübener an diesem Abend.
Vortrag mit Gesang
Schlachthof Bremen, Uhrenzimmer
Freitag, 20. November um 19:30 Uhr
Eintritt 9,- Euro
„Man muss eben Lobbyist sein ….“ ( Jan Tebbe)
Freitag, 13. November 2009Kommentar von Jan Brüning
Ja, wir sind Lobbyisten. Wir vertreten Interessen. Unsere Interessen als Radfahrer im Alltag und in der Freizeit. Wir haben einiges durchsetzen
können, vieles noch nicht.
In zwei Richtungen gefahrlos befahrbare Einbahnstraßen, komfortable Radstationen, erfolgreiche Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“, jede Menge Radtouren, das Fahrrad als allgemein akzeptiertes modernes Verkehrsmittel und ein starker Verband,der die Interessen der Radfahrer vertritt – alles heute Selbstverständlichkeiten für Menschen, die wie ich, zur Zeit der ADFC-Gründung noch gar nicht auf der Welt waren Umweltschutz ist kein Nebenthema mehr.
Er steht auf der Agenda der ganz großen Politik. Die Erkenntnis, dass das Verkehrsmittel Fahrrad den zusammenbrechenden Stadtverkehr entlasten kann und stärker in die Stadtplanung eingebunden wird, ist auch unser Verdienst. Auch wer auf zwei nicht motorisierten Rädern zur Arbeit fährt, wer schwärmerisch vonseinem neuen und mit allen damals nicht erdenklichen Extras ausgestattetem „Bike“ erzählt, wer seinen Urlaub mit vollen Packtaschen in Regen und Hitze verbringt – all diese Menschen werden nicht mehr belächelt.
Keine Exoten, ganz normaler deutscher Durchschnitt. Normal ist leider aber auch, dass nicht alle Rad fahren oder sich ein Fahrrad leisten können. Damit ist ihnen zwarauch Freude, vor allem aber Mobilität und Selbstständigkeit genommen. Ich meine: Das darf nicht sein! Mehr soziales Engagement könnte das Profil des ADFC künftig ergänzen. Dass darüber die erfolgreichen „Urtugenden“ – Verkehrspolitik und, ja, Freizeitgestaltung
– nicht vernachlässigt werden dürfen, versteht sich von selbst.
In diesem Sinne: Es ist viel erreicht, es fehlt noch vieles und ein Ende istnicht abzusehen.
Foto: Hannah Grundey
ADFC-Mitgliederzahlen so hoch wie nie
Donnerstag, 12. November 2009
Neumitglied Jan-Hendrik C.
Der ADFC wächst weiter: Erstmals verzeichnet der ADFC bundesweit mehr als vier Prozent Steigerung bei den Mitgliederzahlen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat.
Der ADFC hatte bei Redaktionsschluss genau 123 102 Mitglieder bei 66 291 Adressen.
Gratulation und herzlichen Dank allen, die daran mitgewirkt haben. Auch so erhöhen sich die Mitgliederzahlen: Neue Haushalts- oder Familienmitglieder jetzt nachmelden! Das stärkt die Lobby fürs Radfahren und hat Perspektive! Ganz einfach online:
www.adfc.de > Mitgliedschaft >Änderung der Mitgliedsdaten, oder formlos schriftlich mit Mitgliedsnummer, Namen und Geburtsjahr der
neuen Mitglieder.
Klaus- Peter Land
Verfasst von ADFC Bremen Blogger
Verfasst von ADFC Bremen Blogger
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