Wie der ADFC Bremen dazu kam, ein eigenes City-Rad zu vermarkten

Eintausend Fahrräder auf einen Schlag – mindestens! Als Ludger Koopmann, Vorsitzender des ADFC Bremen, erstmals bei deutschen Radverleihern anfragte, um für die Großveranstaltung „Kirchentag 2009“ in Bremen einen entsprechenden Velo-Pool anbieten zu können, winkten diese ab. Eine solche Zahl an Mieträdern,  in der Hochsaison nach Bremen auszuleihen, darauf ist derzeit noch kein Dienstleister bundesweit eingestellt.

Also Idee Nummer zwei: Eintausend neue Räder anschaffen und anschließend als flexibles Mietangebot in Bremen behalten? – Großveranstalter wie die Messe,  Werder Bremen oder auch die Stadt Bremen fanden die Idee zwar gut, doch es konnte sich niemand durchringen, einen entsprechenden Fahrrad-Fuhrpark  dauerhaft zu betreiben. Auch kein Jung-Unternehmer stand bereit, um sich mit den 1 000 Rädern nach dem Kirchentag selbstständig zu machen.

So entstand die Vermarktungsidee: Ein schönes neues „Kirchentagsrad“ – im Vorhinein bereits über das Internet buchbar und nach dem fünftägigen Ereignis als  Erinnerungsstück mit nach Hause zu nehmen, das sollte sich verkaufen lassen. Das Kirchentags-Büro ließ wissen, die meisten Gäste seien sehr aufgeschlossen und  umweltbewusst, nur wenige automobil unterwegs. Sie kämen auch wegen des Gemeinschaftsgefühls zum „Groß-Event“ Kirchentag.

Möglicherweise wird nun „Das Kirchentagsrad“ zum echten „Muss“ für Kirchentagsgäste. Das Medien- und Kundeninteresse an der limitierten Auflage jedenfalls war bereits in den ersten Wochen groß. Mit seiner ozeanblauen Pulverbeschichtung, dem weißroten Schriftzug sowie dem Wimpel am Gepäckträger wird es zum maßgeblichen Botschafter eines „fahrradfreundlichen Kirchentags“, wenn die Gäste der Hansestadt am Eröffnungstag erstmals zu hunderten mit dem  Kirchentagsrad in der Stadt unterwegs sind. Die Konzeption und Vermarktung eines eigenen Fahrrads, das in Kooperation mit mit dem Oldenburger Hersteller Rabeneick entstand – das ist bisher in der ADFC-Geschichte einmalig. „Ein interessanter Versuch mit Modellcharakter“, findet Ludger Koopmann.

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Text: Mareke Janssen

2 Antworten zu „Wie der ADFC Bremen dazu kam, ein eigenes City-Rad zu vermarkten“

  1. Elke Baumgartner sagt:

    Möchte gern eines der Kirchentagsfahrräder erwerben.
    Was muß ich tun?

  2. ADFC Bremen Blogger sagt:

    Die Kirchentagsfahrräder werden auch nach dem Kirchentag von der Firma 1-2-3rad verkauft, solange von der limitierten Auflage noch eines vorhanden ist.
    1-2-3rad ist in der ADFC Radstation Bremen, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen.
    Telefonnummer von 1-2-3rad: (0421) 178 33 61
    http://www.1-2-3rad.de/

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