Neue ADFC-Regionalkarte Oldenburger Land

Freitag, 29. Mai 2009

Aktuell erschienen ist die neue ADFC-Regionalkarte Oldenburger Land im Maßstab 1:75.000. Darin werden alle wichtigen topografischen Inhalte übersichtlich dargestellt. Sie hat ein handliches Format und ist doppelseitig bedruckt. Gutausgebaute Radwege und vorbildlich ausgeschilderte Radrouten sind die Kennzeichen der attraktiven Radler- Region zwischen Wilhelmshaven und Cloppenburg.

Die Karte ist beim BVA Bielefelder Verlag erschienen und kostet 6,80 Euro.

Erhältlich ist sie im ADFC-Infoservice radort bremen, Bahnhofsplatz 14a und im Infoladen Oldenburg im Umwelthaus, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3 (Hintereingang) Tel. (0441) 1 37 81.


Polizei findet Bremer Fahrräder in Hamburg

Donnerstag, 28. Mai 2009

Vor wenigen Tagen wurden bei einem Hehler in Hamburg von der dortigen Polizei sieben Fahrräder sichergestellt. Es handelt sich dabei um ein auffälliges BMX-Fahrrad und fünf Damen- und Herren-Hollandfahrräder. Der Hehler gab an, die Räder in Bremen erworben zu haben. Durch die Sonderermittlungsgruppe Fahrrad (EG 24) wurde bisher ein als gestohlen gemeldetes Fahrrad zugeordnet. Fotos der noch nicht zugeordneten Fahrräder sind auf der Homepage der Polizei Bremen einsehbar.

Wie kann ich das Risiko vermindern, dass mein Fahrrad gestohlen wird?

Dazu gibt ein englischer Film von Quickrelease.tv ein paar Tipps:

Der ADFC Bremen codiert regelmäßig an jedem 1. und 3. Samstag im Monat von 10 – 13 Uhr Fahrräder in der ADFC Radstation Bremen. Das schreckt Diebe ab und bringt bei manchen Fahrradversicherungen einen Rabatt. Mehr zur Codierung HIER.


Bett & Bike Deutschland 2009

Mittwoch, 27. Mai 2009

Der ADFC Bundesverband hat in diesem Jahr das speziell für Radler geschaffene Übernachtungsverzeichnis „Bett & Bike Deutschland“ in einer vollständigen Neubearbeitung herausgegeben.

In dem über 500 Seiten umfassenden Gesamtverzeichnis sind rund 4.800 radlerfreundliche Quartiere in ganz Deutschland aufgeführt, erstmals auch komplett mit  Foto. Damit können Radurlauber besser als bislang ihre nächste Radtour vorbereiten und sich ihre Unterkünfte zusammenstellen.

Das Verzeichnis kann über den ADFC radort bremen, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen bezogen oder auch direkt bestellt werden unter: 0180 – 500 34 79 (0,14 Cent/Min.) bzw. per E-Mail: bb-bestellung@adfc.de (10 Euro Kostenpauschale, ADFC-Mitglieder 5 Euro, Rechnung liegt der Lieferung bei).


Ist Bremen fahrradfreundlich?

Dienstag, 26. Mai 2009
Senator Dr. Reinhard Loske (links) und ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann vor den zusätzlichen Fahrradständern in der Martinistraße.

Senator Dr. Reinhard Loske (links) und ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann vor den zusätzlichen Fahrradständern in der Martinistraße.

Im Rahmen des „Fahrradfreundlichen Kirchentages“ wurden vom 20. bis 24 Mai insgesamt 2.000 temporäre, zusätzliche Fahrradparkplätze eingerichtet: 1.000 Plätze rund ums Messegelände und weitere 1.000 in Innenstadt und Überseestadt. Auch in der Martinistraße waren zwei Fahrspuren gesperrt, sodass über 300 Fahrräder an diesem zentralen Platz sicher parken konnten.

Jetzt gehören die leicht transportablen Fahrradständer der Freien Hansestadt Bremen. Gemeinsam mit den Ortsämtern will der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa entscheiden, wo die Fahrradständer dauerhaft aufgestellt werden. ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann: „Ich freue mich, dass die Bremer Radfahrerinnen und Radfahrer endlich mehr sichere Fahrradparkplätze bekommen“.

Der Fahrradfreundliche Kirchentag war auf Initiative des ADFC Bremen, der Kirchentagsorganisatoren und des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa entstanden. Unter anderem wurden vom 20. bis 24. Mai 1000 eigens hergestellte Kirchentagsräder bereitgestellt und verkauft. Zusätzlich standen 600 gebrauchte und aufgearbeitete Leihräder zur Verfügung, es gab einen fahrradfreundlichen Kirchentagsstadtplan und vieles mehr. Das Projekt „Fahrradfreundlicher Kirchentag“ wurde Anfang Mai in Berlin mit dem Deutschen Fahrradpreis „best for bike“ ausgezeichnet.

Ob Bremen auch ohne den Kirchentag eine fahrradfreundliche Stadt sei, wurde Wilhelm Hamburger, Referent für Radverkehr des Bremer Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa von der regionalen Fahrradzeitung pedal gefragt. Dazu äußerte er sich ausführlich:

In Bremen immer willkommen: Rad fahrende Gäste

In Bremen immer willkommen: Rad fahrende Gäste

Die Gastgeberstadt des Kirchentags fährt Fahrrad …

Radfahren hat in Bremen eine lange Tradition. Die BremerInnen legen 22 Prozent ihrer Wege mit dem Fahrrad zurück.
Damit liegt Bremen an der Spitze aller deutschen Großstädte über 500.000 Einwohner. 350 000 Radfahrten pro Tag prägen Bremen als Fahrradstadt”.


… hat über 650 Kilometer Fahrradwege

Bremen verfügt über eines der dichtesten Radwegenetze überhaupt: 650 Kilometer ausgewiesene Radwege, davon 84 Kilometer abseits von Straßen und zusätzlich zahlreiche Verbindungen auf Wegen ohne nennenswerten Autoverkehr.
Diese Infrastruktur ist über Jahrzehnte gewachsen. Als andernorts Radwege zugunsten von Kfz-Spuren und Parkplätzen zurückgebaut wurden, hat Bremen neue Radwege gebaut. Viele der Planer und politischen Entscheidungsträger sind selbst alltägliche Fahrradnutzer. Prominentestes Beispiel dürfte wohl nach wie vor der ehemalige Bürgermeister Henning Scherf sein.


...öffnete früh Einbahnstraßen für Radfahrer

Bremen hatte zu Beginn der 80er Jahre eine Vorreiterrolle bei der Öffnung von Einbahnstraßen für gegenläufigen Radverkehr und bei der Einführung der Fahrradstraße. Inzwischen wurden  in fast allen Tempo-30-Gebieten die Einbahnstraßen geöffnet.
Zusätzlich gibt es über 20 Fahrradstraßen.


…hat die Fahrradparkplätze im Blick

Die Bremer Landesbauordnung schreibt bei Wohn- und Geschäftsbauten die Einrichtung von Fahrradstellplätzen vor, abhängig von der geplanten Nutzung. Die Parkhausgesellschaft  BREPARK richtete in und an Parkhäusern Fahrradstellplätze ein.
Am Hauptbahnhof hat die BREPARK 2003 die Fahrradstation und ein Fahrradparkhaus mit insgesamt fast 2.000 bewachten Plätzen erbaut. Der ADFC Landesverband betreibt inzwischen diese Radstation gemeinsam mit einem Fachhändler für den Reparatur- und Verleihservice. Das gilt auch für die 2008 eröffnete  Radstation am Bahnhof Vegesack.
Im Stadtgebiet stehen mehrere Tausend öffentliche, leicht zugängliche Fahrrad-Anlehnbügel, an die beide Laufräder und
der Rahmen anschließbar sind.


…sorgt für Orientierung

Ende 2005 kam der aktualisierte Radverkehrsplan in den Buchhandel und ist als Radroutenplaner auch im Internet verfügbar. Über www.bremen.de und über www.verkehrsinfo.bremen.de sind die Informationen zum Fahrradfahren in Bremen abrufbar.


… kann immer noch fahrradfreundlicher werden.

Dass es auch in Bremen Schwachstellen in der Infrastruktur gibt, soll nicht verschwiegen werden. Für manche Sanierung fehlt das Geld. Es gibt natürlich auch unterschiedliche Auffassungen darüber, was für die Fahrradfahrer am besten wäre.
Dass der Radverkehr bei Planungen vergessen wird, kann in Bremen allerdings kaum passieren.
Manchmal darf Bremen allerdings noch etwas innovativer werden: Positive Beispiele sind die Radfahrstreifen in der Wachmannstraße und in der Hamburger Straße. Das Erreichte sollte und wird immer wieder Ansporn sein, es zu übertreffen.


Auch und gerade aus Anlass des heute stattfindenden „Tag der Nachbarschaft“ sei der Wunsch Wilhelm Hamburgers hervorgehoben: Die fahrradfreundlichen Errungenschaften in der Stadt Bremen sollen Ansporn zu Besserem sein. Denn in Straßen mit mehr menschlichem Begegnungsraum und weniger motorisiertem Verkehr, haben die Anwohner/innen laut einer Studie der  University of the West of England bis zu 75% mehr Freunde.

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Foto oben: Senats-Pressestelle
Foto unten: Hannah Grundey

Mehr als nur ein Kirchentagsleihrad: vier Werkstätten zogen an einem Strang!

Montag, 25. Mai 2009

600 gebrauchte Räder für den Kirchentag instand zu setzen und den Besuchern zur Verfügung zu stellen, das war das ehrgeizige Ziel des ADFC Bremen und von vier Beschäftigungsträgern. Rund einen Monat vor Beginn war es fast erreicht. Dafür hatten Mitarbeiter in der Waller Beschäftigungs- und  Qualifizierungsgesellschaft, im Recyclinghof Findorff, im Bildungszentrum der Wirtschaft im  Unterwesergebiet und im „Fahrradpark Tenever“ gespendete  Fahrräder eingesammelt, auseinandergeschraubt, repariert und wieder zusammengesetzt. Die Räder spendete großzügig die Bremer Bevölkerung, 100 Räder kamen vom Fundamt. Das alles, um den Besuchern einen umweltfreundlichen und schnellen Transfer zwischen den Veranstaltungsorten zu ermöglichen.

So wurden zum Kirchentag von Donnerstag bis Sonnabend drei Verleihstationen eingerichtet: an der Bürgerweide, in der Innenstadt und in der Überseestadt. An denen konnten Besucher ein Kirchentagsleihrad bekommen. Damit möglichst viele Gäste in den Genuss dieser schnellen und  unkomplizierten Fortbewegung kämen, sollte es innerhalb von drei Stunden zurückgegeben werden. Die Pfandgebühr von 15 Euro wurde dann erstattet.

Die  Stationen wurden von freiwilligen HelferInnen des Kirchentags, der Werkstätten und des ADFC besetzt. „Aufpoliert“ worden waren die Räder auch im „Fahrradpark  Tenever“. Das Ziel dieser von der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe getragenen Einrichtung ist es, SchulvermeiderInnen wieder zu einer  regelmäßigen Unterrichtsteilnahme zu motivieren und zu befähigen. Dabei ist die Arbeit in der kleinen Fahrradwerkstatt den Jugendlichen besonders wichtig.  Hier sollen sie sich neben technischem Verständnis auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit aneignen – denn in die Werkstatt darf nur, wer sich vorher auch an  die abgesprochenen Regeln gehalten hat. Auch wenn ein Kirchentag fernab von der Lebenswelt der Jugendlichen ist: Unter Anleitung eines Handwerkers hatten sie jede Woche zwei  gespendete Räder flott gemacht. Jetzt, nach dem Kirchentag werden die Räder an die Werkstätten und das Fundamt zurückgegeben und in sozialen Projekten in Bremen und in Ghana zum Einsatz kommen.

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Text: Jan Brüning
Foto: Hannah Grundey

Bernd Baucks: „TUT DEM KLIMA GUT“

Freitag, 22. Mai 2009

Der Kirchentag in Bremen ist nicht nur fahrradfreundlich, sondern hat Klimaschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit groß auf seine Fahnen geschrieben. Für  eine solche Riesenveranstaltung ist es nicht ganz einfach, den „ökologischen Fußabdruck“ klein zu halten. Klaus-Peter Land von der regionalen Fahrradzeitung pedal des ADFC Bremen sprach mit Bernd Baucks, Geschäftsführer des Kirchentages.


VERKEHR

pedal: Das Fahrrad ist eine Chance, die Anreise und den Verkehr während des Kirchentags umweltfreundlich zu machen. Wie reisen die übrigen Gäste und wie bewegen sie sich während des Kirchentags und wie wird noch klimafreundlicheres Verhalten unterstützt?

Baucks: Für die An- und Abreise gehören Sonderzüge, spezielle Kirchentags-Bahntickets und organisierte Reisebusse zum Standard. Drei Viertel der  Teilnehmenden nutzen diese Angebote. Während des Kirchentages gilt die Eintrittskarte als Ticket im Bremer Nahverkehr. Der Kirchentag war übrigens ein  Vorreiter bei der Entwicklung dieses heute üblichen Kombitickets. Das Kooperationsprojekt „fahrradfreundlicherKirchentag“ von ADFC und Kirchentag ergänzt das Mobilitätskonzept des Kirchentags perfekt: Organisierte Anreisen mit dem Rad in die Hansestadt, über 1 500 Leihfahrräder und ein Wegekonzept mit Extra-Rad-Parkplätzen vor Ort. Fahrradfahrende – Bremen und der Kirchentag erwarten Euch!


ERNÄHRUNG

pedal: Mit fünf Broten und zwei Fischen sind 100 000 Menschen vermutlich nicht 5 Tage lang satt zu bekommen. Wie gelingt der Spagat zwischen  Massenverpflegung und hohen Ansprüchen an ökologische und fair gehandelte Nahrungsmittel?

Baucks: Fast die Hälfte der Schulen, die als Gemeinschaftsquartiere fungieren, bietet ein ökofaires Frühstück an. Auf dem Kirchentag selbst können sich die  Teilnehmenden auf dem Naturkostmarkt mit Bio-Lebensmitteln versorgen und ihr Mittagessen im „Gläsernen Restaurant“ genießen. Hier werden nur  Lebensmittel verwendet, die ökologisch, saisonal, regional und fair gehandelte sind.


ABFALL
pedal: Bei Großveranstaltunge sind die Müllberge oft riesengroß. Was tun Sie, um dem entgegen zu wirken?

Baucks: Wir nutzen nur Pfandgeschirr und für das Frühstück in den Gemeinschaftsquartieren bringen die Teilnehmenden (ca. 40 000) ihr eigenes Geschirr mit.


MATERIALVERBRAUCH

pedal: Kommunikation kommt nicht ohne handfestes Material aus: Papier, Textilien, Dekorationen, Möbel, Bauten. Was tut der Kirchentag?

Baucks: Es gehört zum Standard, unsere Publikationen auf Recyclingpapier zu drucken. Außerdem haben wir die T-Shirt-Kollektion im Kirchentagsshop in  diesem Jahr auf „Bio“ umgestellt. Auf der Messe planen wir ein Leuchtturmprojekt für den Bereich Messebau, indem wir eine Halle auf energiesparende  Beleuchtungstechnik umstellen und Mehrweg-Teppichböden verwenden. Bei allen Verbrauchsmaterialien versuchen wir wenn möglich recyclebare Alternativen verwenden.


UMWELT-/KLIMABILANZ

pedal: Wie werden die Wirkungen der Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen überprüft? Wo können interessierte LeserInnen mehr dazu erfahren?

Baucks: Der Kirchentag wurde als erste regelmäßig stattfindende Großveranstaltung 2007 mit dem europäischen EMAS-Zertifikat für gutes Umweltmanagement  ausgezeichnet. Im zweijährlich veröffentlichten Umweltbericht können Interessierte dazu mehr erfahren. Sie können aber auch mitmachen: Der Kirchentag hat  das Klimaschutzprojekt „TUT DEM KLIMA GUT“ gestartet, das vielfältige Tipps zum Ressourcensparen und Klimaschützen gibt. Wir wollen nicht nur informieren, sondern für das Klima aktiv werden. Zusammen mit allen Kirchentagsinteressierten wollen wir 6.000 Tonnen des Klimagases CO2 einsparen. Dies entspricht  etwa der Menge, die durch einen Kirchentag verursacht wird.


Zwischen Himmel und Weser: Fahrradgottesdienst in Vegesack

Donnerstag, 21. Mai 2009

Zusammenkommen, sich finden, gemeinsam etwas auf die Beine stellen und  ein einzigartiges Erlebnis mit anderen teilen – das steht im Vordergrund des Kirchentages in Bremen.

In Vegesack, dem maritimen Teil der Hansestadt, organisieren unter dieser Maxime das Kultur Büro Bremen Nord, lokale Gemeinden und der ADFC am Donnerstag, 21. Mai 2009, Christi Himmelfahrt, gemeinsam ein buntes Open-Air-Kulturprogramm, in dessen Zentrum erstmalig in Bremen ein  Fahrradgottesdienst steht. Der Gottesdienst nimmt Bezug auf das Rad als umweltfreundliche Möglichkeit, die Schöpfung zu bewahren und Gemeinschaft zu  erleben. Er beginnt um 18 Uhr im Hafenwäldchen, direkt am Vegesacker Hafen unweit der Fähre nach Lemwerder.

Nach dem Gottesdienst am frühen Abend  erwartet die Gäste noch ein Musik-Programm zwischen Rock und Pop: Ab 20 Uhr betritt die Soul-Stimme Sarah Kaiser mit ihrer Band die Bühne, ab 21 Uhr liefert Pop-Poet und Shootingstar Philipp Poisel den passenden Soundtrack zum stimmungsvollen Sonnenuntergang an der Weser.

Für Radfahrer gibt es an diesem Tag schöne vom ADFC ausgeschilderte Strecken links und rechts der Weser zwischen der Innenstadt und Bremen-Nord, so dass man das Open-Air-Programm auch problemlos auf den eigenen oder geliehenen zwei Rädern erreicht. Ein wunderbares Ziel also für alle, die den traditionellen Ausflug an Christi Himmelfahrt ebenso geistlich wie weltlich begehen möchten. Der Eintritt ist frei.

Fahrradgottesdienst an Himmelfahrt
Ort:
Bremen Vegesack, Bühne am Hafen
Wann: Donnerstag,
21. Mai, 18 Uhr

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Text: Malte Prieser, Kultur Büro Bremen Nord

Grußwort des Bundesministers Wolfgang Tiefensee zum fahrradfreundlichen Kirchentag

Mittwoch, 20. Mai 2009

Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen heute Reisende per Fahrrad zum Kirchentag in Bremen. Begleitet werden sie von erfahrenen Tourenleiter/innen des ADFC. Von Achim, Syke, Delmenhorst und Lilienthal aus startet die letzte zwei- bis dreistündige Etappe gen Bremen (Uhrzeit/Startort siehe hier). Heute um 11.45 Uhr werden die Anreisenden am Osterdeich in Höhe der Tiefer an der Weser von Bremens Umwelt- und Verkehrssenator Reinhard Loske, dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen sowie dem Komponisten, Sänger und Musiker Fritz Baltruweit begrüßt. „Wir freuen uns bereits auf zahlreiche radelfreudige Gäste und rechnen bei gutem Wetter mit mehr als 500 Teilnehmern“, schätzt Ludger Koopmann, Vorsitzender des ADFC Landesverbandes Bremen.

Aus Berlin sendet auch der Bundesminister Wolfgang Tiefensee seine besten Wünsche für den fahrradfreundlichen Kirchentag:

Der Klimawandel und die Endlichkeit der Erdöl-Vorräte stellen uns vor immer größere Herausforderungen. Das zentrale Element einer umweltfreundlichen  Verkehrspolitik muss daher sein, Energie effizienter zu nutzen und den Ausbau und die Verwendung erneuerbarer Energien voranzutreiben. Aber das allein  reicht nicht aus! Wir müssen auch für eine Veränderung unseres Mobilitätsverhaltens werben.

Ich danke dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag ganz herzlich, dass er sich dieses Themas so vorbildlich annimmt. Er lädt die Menschen ein, ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, indem sie zum Beispiel umweltverträglich nach Bremen anreisen.

Gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) will der fahrradfreundliche Kirchentag außerdem seine Gäste mit einer Vielzahl von  Serviceangeboten zum Fahrradfahren anspornen. Wenn alle mitmachen, können die mit einer Großveranstaltung verbundenen Umweltbelastungen erfolgreich reduziert werden. Der diesjährige Kirchentag kann so Vorbildcharakter für künftige Großveranstaltungen haben. Mit der fahrradfreundlichen Ausrichtung des Kirchentages in Bremen bekommt das Selbstverständnis der Veranstalter, eine „Kirche in Bewegung“ zu sein, somit eine neue Bedeutung.

Es ist ein besonderes Anliegen der Bundesregierung, Verkehr und Klimaschutz künftig noch mehr miteinander in Einklang zu bringen und umweltfreundliche Verkehrsmittel nachhaltig zu fördern. Lassen Sie uns daher gemeinsam einen Beitrag für ein fahrradfreundliches Klima in Deutschland leisten!

Wolfgang Tiefensee
Bundesminister für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung

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Foto: BMVBS

Wie der ADFC Bremen dazu kam, ein eigenes City-Rad zu vermarkten

Dienstag, 19. Mai 2009

Eintausend Fahrräder auf einen Schlag – mindestens! Als Ludger Koopmann, Vorsitzender des ADFC Bremen, erstmals bei deutschen Radverleihern anfragte, um für die Großveranstaltung „Kirchentag 2009“ in Bremen einen entsprechenden Velo-Pool anbieten zu können, winkten diese ab. Eine solche Zahl an Mieträdern,  in der Hochsaison nach Bremen auszuleihen, darauf ist derzeit noch kein Dienstleister bundesweit eingestellt.

Also Idee Nummer zwei: Eintausend neue Räder anschaffen und anschließend als flexibles Mietangebot in Bremen behalten? – Großveranstalter wie die Messe,  Werder Bremen oder auch die Stadt Bremen fanden die Idee zwar gut, doch es konnte sich niemand durchringen, einen entsprechenden Fahrrad-Fuhrpark  dauerhaft zu betreiben. Auch kein Jung-Unternehmer stand bereit, um sich mit den 1 000 Rädern nach dem Kirchentag selbstständig zu machen.

So entstand die Vermarktungsidee: Ein schönes neues „Kirchentagsrad“ – im Vorhinein bereits über das Internet buchbar und nach dem fünftägigen Ereignis als  Erinnerungsstück mit nach Hause zu nehmen, das sollte sich verkaufen lassen. Das Kirchentags-Büro ließ wissen, die meisten Gäste seien sehr aufgeschlossen und  umweltbewusst, nur wenige automobil unterwegs. Sie kämen auch wegen des Gemeinschaftsgefühls zum „Groß-Event“ Kirchentag.

Möglicherweise wird nun „Das Kirchentagsrad“ zum echten „Muss“ für Kirchentagsgäste. Das Medien- und Kundeninteresse an der limitierten Auflage jedenfalls war bereits in den ersten Wochen groß. Mit seiner ozeanblauen Pulverbeschichtung, dem weißroten Schriftzug sowie dem Wimpel am Gepäckträger wird es zum maßgeblichen Botschafter eines „fahrradfreundlichen Kirchentags“, wenn die Gäste der Hansestadt am Eröffnungstag erstmals zu hunderten mit dem  Kirchentagsrad in der Stadt unterwegs sind. Die Konzeption und Vermarktung eines eigenen Fahrrads, das in Kooperation mit mit dem Oldenburger Hersteller Rabeneick entstand – das ist bisher in der ADFC-Geschichte einmalig. „Ein interessanter Versuch mit Modellcharakter“, findet Ludger Koopmann.

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Text: Mareke Janssen

Sternfahrt zum Kirchentag am 20. Mai

Montag, 18. Mai 2009

Dass man nicht nur mit dem Zug, Bus oder privaten PKW zum Kirchentag fahren kann, sondern auch mit dem Fahrrad, werden mehrere hundert RadfahrerInnen zeigen, die aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland per Fahrrad, Velo oder Fiets zum Kirchentag kommen. Der ADFC hat Tourenleiter bundesweit  aufgerufen, Radtouren zum Kirchentag zu organisieren. Auch viele kirchliche Jugendgruppen sowie Einzelreisende planen die Anfahrt per Rad. Dabei spielen  unterschiedlichste Motivationen eine Rolle: z.B. ein besonderes Gemeinschaftserlebnis zu haben, emissionsfrei zu reisen, die eigenen Grenzen zu erweitern.

Vor den Toren Bremens in Achim, Syke, Delmenhorst und Lilienthal treffen die Radreisegruppen mit Bremer Tourenleitern und Kirchentagsgästen aus dem  Umland zusammen. Gemeinsam treten sie die letzte Etappe als Radsternfahrt ins Bremer Zentrum an. Hier werden alle gegen 12 Uhr zentral von Vertretern der Stadt Bremen und des Kirchentages offiziell begrüßt.

Alle, die beim Gemeinschaftserlebnis Sternfahrt teilnehmen oder helfen wollen, sind herzlich eingeladen.

Kontakt und aktuelle Infos:
ADFC Bremen, Telefon (0421) 70 11 79,
sternfahrt@adfc-bremen.de

Treffpunkte und Zeiten
Mittwoch 20. Mai 2009

Achim
Kirche St. Laurentius,
Pfarrstraße 1
Treffpunkt: 9:00 Uhr (Abfahrt 9:30 Uhr)

Delmenhorst
An den Graften/Am Stadtbad
(rechts vor dem Delfina-
Schwimmbad)
Treffpunkt: 9:30 Uhr (Abfahrt 10:00 Uhr)

Lilienthal
Klosterkirche St. Marien ,
Klosterstr. 14
Treffpunkt: 9:30 Uhr (Abfahrt 10:00 Uhr)

Syke
Rathausplatz Syke
Treffpunkt: 8:45 Uhr (Abfahrt 9:15 Uhr)

Das ADFC-Tourenportal unterstützt den fahrradfreundlichen Kirchentag mit einer kostenfreien Routenplanung für Touren in und um Bremen. Für die Anreise können passende Radstrecken in www.adfc-tourenportal.de unter „Routen nach Wunsch“ als Datei heruntergeladen werden: Auf Kartenabschnitten im Format DIN A4 ist der Streckenverlauf eingezeichnet. Ein Höhenprofil gibt Auskunft über Steigungen, Oberfläche und Verkehrsbelastung. Für GPS-Nutzer gibt es zusätzlich einen Track zur Verwendung mit Navigationsgeräten. Bis zum Ende des  Kirchentages ist dieser Service für den Großraum Bremen kostenfrei. Das Aktionsgebiet reicht bis Bremen Nord, Lilienthal, Achim, Syke und Delmenhorst. Für  Streckenteile, die außerhalb dieses Gebietes liegen, werden zwei Cent je Kilometer berechnet.

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Übrigens: Das Konzept “fahrradfreundlicher Kirchentag” hat den bundesweiten Preis “best for bike” 2009 gewonnen!