Freitag, 28. November 2008
Radfahrer/innen, die von der Stephanibrücke auf der Promenade „Am Deich“ an der Beck’s Brauerei vorbei in Richtung Bürgermeister-Smidt-Brücke fahren, sehen auf dieses Schild:

Dieser Weg ist Teil des beliebten Bremer Stadtwegs und des Grünen Rings Region Bremen. Darum gilt auf der ganzen Promenade das Zusatzschild „Radfahrer frei“. Der ADFC findet, dass bei dieser Baustelle das Zusatzschild „Radfahrer frei“ fehlt und hat seine Bitte auch gleich an die zuständigen Stellen geschickt. In der Gegenrichtung, stadtauswärts, ist es übrigens schon richtig montiert.
Ort und Foto
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Donnerstag, 27. November 2008
… oder würde jemand Seine Fähigkeiten anzweifeln wollen?
Der Bremer Schauspieler und Kabarettist Pago Balke und der Freiburger Bassist Wolfgang Fernow veranstalten heute Abend eine musikalische Lesung des Buches »Gott fährt Fahrrad oder die wunderliche Welt meines Vaters“.
In dem autobiografischen Roman beschreibt der niederländische Autor Maarten ‘t Hart, wie er von seinem totkranken Vater Abschied nimmt. Dabei kommen ihm Erinnerungen an seine Kindheit hoch, die mit schwarzem Humor, aber auch mit viel Liebe erzählt werden.
Donnerstag, 27. November 2008, 19.00 Uhr
Zentralbibliothek in Bremen, Am Wall 201 – Wall Saal
Eintritt: 5 Euro / 3 Euro erm.
Wer das Buch lieber ohne Musik und selber lesen möchte, findet zwei Ausgaben in der Zentralbibliothek (1.OG Romane & Werke A-Z, einsortiert unter H wie Hart). Es lohnt sich:
Verrückt, so vieles war geschehen, soviel wunderbare Musik hatte ich gehört, so viele Bücher hatte ich gelesen, aber das bedeutete alles nichts, verglichen mit dem, worauf es offenbar allein ankam und das sich zusammensetzte aus weißen Wolken, die hoch über mir an einem strahlendblauen Himmel dahinsegelten, und einer niedrigstehenden Sonne über dem Fluß und dem Sirren sich drehender Fahrradreifen und der Stimme meines Vaters hinter mir, während ich auf dem kleinen Brett saß, das er eigens für mich an der Stange seines Fahrrads befestigt hatte. Und was es nun zu etwas so Besonderem machte, mehr als alles andere, kann ich nicht sagen, vielleicht war es die Bewegung, vielleicht der Duft des Sommerabends, vielleicht das glückselige Gefühl völliger Sicherheit, weil mein Vater mich mit seinem riesigen Körper beschützte, vielleicht weil ich die Illusion hatte zu lenken, denn ich durfte den Fahrradlenker festhalten, auf jeden Fall aber seine Stimme, mit der er lauthals sang.
In 2000 erschienen im Arche Verlag
ISBN-10 3716022721
ISBN-13 9783716022726
Gebunden, 315 Seiten, 20,35 Euro
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Mittwoch, 26. November 2008
Vom 27. 11. bis zum 23. 12. 2008 findet wieder der Bremer Weihnachtsmarkt mit Schlachtezauber in der Bremer Innenstadt und an der Schlachte statt. Was den einen die schönste Zeit zum Shoppen ist, ist den anderen ein elendes Gedränge und Verkehrshindernis. Die Weihnachtsbuden werden nämlich zwischen Dom und altem Rathaus über den Radweg gebaut. Für die Eiligen empfiehlt sich der Umweg entweder über die Bürgermeister-Smidt-Brücke oder auf der anderen Seite über Dechanatstraße/Am Wall.
Wer aber zum Weihnachtsmarkt radeln möchte, der wird nur schwer einen der begehrten offiziellen Fahrradparkplätze finden. Denn für den ganzen Radverkehr in der Innenstadt gibt es zu wenige.
Natürlich dürfen Fahrräder überall geparkt und angeschlossen werden, auch außerhalb der offiziellen Fahrradparkplätze, soweit und solange sie den Verkehr nicht behindern. Bitte unbedingt darauf achten, dass Wege und Durchgänge nicht verstellt werden!
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Dienstag, 25. November 2008
Es ist wieder feuchtkalt und zugig draußen, Bremer graues Winterwetter. Die wohnungslosen Bremer/innen wickeln sich fest in ihre Decken, suchen sich windgeschützte Ecken. In der Winterzeit von Mitte November
bis Ende März kommen ehrenamtliche Helfer/innen des Caritas-Projekts „Wärme auf Rädern“ zu den Schlupfwinkeln in der Stadtmitte, vor dem Hauptbahnhof und in den Parkanlagen.
Sie kommen mit Lastenrädern und umgebauten Anhängern, in denen eine dicke Suppe, heißer Kaffee und Tee in Thermoskannen sowie gespendetes Brot und Gebäck auf ihre durchgefrorenen Abnehmer warten. Bei den Wohnungslosen sind die Caritas-Aktiven mit dem warmen Essen, einem guten Wort und als Gesprächspartner beliebt und eine wichtige Hilfe.
Immer mehr Bremer Bürger/innen leben auf der Straße. Darum hat die Caritas Bremen das Projekt „Wärme auf Rädern“ in diesem Jahr ausgeweitet. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann es mit einer Spende an die Caritas Bremen tun.
Caritasverband Bremen e. V.
DKM-Darlehenskasse Münster eG
Bankleitzahl: 400 602 65
Konto-Nr.: 1216 500 500
Verwendungszweck: „Wärme auf Rädern“
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Foto: Schulz-Colberg / Caritas
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Montag, 24. November 2008
Buchtipp für den Gabentisch:
(Verlosung am Ende dieses Beitrags)
Mal eben so einen Bogen von der Erfindung des Rades über den Rennradsport bis zum modernen Fahrradverkehr schlägt das Jugendbuch „Gib Speiche, Alter“ vom Autoren Günter von Lonski.
13 Kurzgeschichten geben einen Geschmack von den Zeiten, in denen das Laufrad erfunden wurde, später das Hochrad und als Frauen sich das Recht zum Radfahren erstritten. Die Geschichte des Fahrrades bleibt hauptsächlich auf Europa beschränkt; speziell in Deutschland geht es um die politischen Verwicklungen des Sports. Das Buch schließt mit zwei Geschichten über das Fahrrad als ganz normales Verkehrsmittel, für Kurierdienste, zum Einkaufen, für Alltagswege in der Stadt.
„Willis Wunsch“ in der dreizehnten und letzten Kurzgeschichte schließen wir uns an – dass der Einzelhandel Initiative ergreift und Fahrradständer auf Autoparkplätzen baut. So soll es sein!
Die Geschichten könnten auch Sprechvorlagen für Radiohörspiele sein; als Hörspielserie im Kinderrundfunk wären sie viel spannender. Der Verleger Maxi Kutschera empfiehlt das Buch für 10-15-jährige.
Das Buch erschien im November 2008 im Maxime Verlag Leipzig,
ISBN 978-3-931965-38-9; es hat 111 Seiten und kostet 12, 90 Euro.
Verlosung: adfc-bremen weblog verlost eine Ausgabe des Buches „Gib Speiche, Alter“. Nehmen Sie an einer Umfrage teil! (Ergebnis und Gewinner/in werden im Dezember bekannt gegeben.)
>> zur Umfrage
[edit, 01.12.08: Verlosung und Umfrage sind abgeschlossen]
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Umschlagbild: Maxime
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Donnerstag, 20. November 2008
Für ihren täglichen Einsatz zugunsten der Umwelt hat der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa drei Betriebe mit dem Sonderpreis des Umweltressorts „Fahrradaktiver Betrieb“ ausgezeichnet. In der letzten Woche erhielten die Henry Lamotte Gruppe, ein Außenhandelsunternehmen aus dem GVZ und die Zahnarztpraxis Buchwald und Partner in Bremerhaven jeweils einen repräsentativen Fahrradständer und einen Gutschein für einen vom ADFC organisierten Betriebs-Fahrradausflug erhalten. Gestern war der örtliche Energieversorger swb als Preisträger an der Reihe.
Die swb-Gruppe unterstützt die umweltfreundliche Mobilität ihrer Beschäftigten beispielhaft und ist als Mitglied des Netzwerks ’partnerschaft umwelt unternehmen’ auch sonst aktiv im Umweltschutz.
Der Appell zur Teilnahme hatte vor allem die Steigerung des persönlichen Wohlbefindens und die Minimierung des Krankheitsrisikos zum Ziel, CO2-Reduzierung inbegriffen.
Ein dauerhafter Beitrag für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Arbeit war der zusammen mit dem ADFC organisierte Sicherheitscheck. Ausreden, wie z. B. der schlechte Zustand des Fahrrads, hatten also wenig Chancen. Insgesamt haben in Bremerhaven und Bremen 228 swb-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilgenommen.
Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ wird alljährlich bundesweit von AOK und ADFC ausgerufen. Die Mitarbeiter/innen aller Unternehmen werden Jahr für Jahr aufgefordert, sich im Aktionszeitraum vom 1. Juni bis zum 31. August mindestens 20 Mal auf den Sattel zu schwingen und „Mit dem Rad zur Arbeit“ zu kommen. Natürlich wurden auch die Unternehmen selbst auf ihre Fahrradfreundlichkeit untersucht: Gibt es genügend Ab- und Unterstellmöglichkeiten? Sind die Fahrradstellplätze gesichert? Bietet das Unternehmen über diese Grundvoraussetzungen hinaus weitere Radfahrer freundliche Extras?
Jens Rosenbrock, Marketingleiter der AOK Bremen/Bremerhaven und ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann wiesen hochzufrieden auf das Gesamtergebnis der gemeinsamen Aktion hin, die nun schon zum fünften Mal mit jährlich steigender Teilnehmerzahl stattfand: „Mit 5.011 Aktiven in 1.667 Teams aus 410 Betrieben hat das Land Bremen erneut die bundesweit beste Teilnehmerquote bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ erreicht und außerdem den eigenen Rekord von 2007 deutlich übertroffen. Das entspricht – im Vergleich zum letzten Jahr, als 4.027 Beschäftigte teilnahmen – einer Steigerung von fast 25 Prozent.“

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Foto: Hannah Grundey
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Mittwoch, 19. November 2008

Wie geht das an?
Wer einmal anfängt, sich mit der Satellitennavigation zu beschäftigen, kommt davon so schnell nicht wieder los. Vor allem Wanderer und Radfahrer/innen können ihre eigenen Wunschtouren individuell vorbereiten oder Touren während der Fahrt aufzeichnen, um sie später an andere weiterzugeben.
Für Anfänger bietet der ADFC Bremen am 13./14. Dezember 2008 ein Wochenendseminar „Einführung in die Satellitennavigation (GPS)“ an.
Referent Thomas Froitzheim (naviso, Bielefeld) zeigt und erklärt Satellitennavigation von Grund auf. Neueste Geräte werden präsentiert und auch gleich auf einer Radtour ausprobiert. Den Interessierten sollte der PC nicht ganz fremd sein, denn mit der Vorplanung am Bildschirm und der späteren Auswertung macht Satellitennavigation erst richtig Spaß.
Geklärt wird unter anderem, welches Gerät und welches Zubehör sich besonders für Wanderer und Radwanderer eignet. Auch Vergnügungen wie Geo-Caching – die Schatzsuche mit GPS – kommen zur Sprache.
Das GPS-Wochenendseminar am 13./14. Dezember 2008 kostet 170 € (150 € für ADFC-Mitglieder) nur 160 Euro (140 Euro für ADFC-Mitglieder). Die Kosten beinhalten je ein GPS- und PC-Leihgerät.
Weitere Informationen HIER
Kontakt: Wolfgang Reiche
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Foto: naviso
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Kurse, Technik | Mit Tag(s) versehen: GPS, Navigation, Thomas Froitzheim |
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Dienstag, 18. November 2008
Es gibt etliche Ampeln in Bremen, die durch Induktionsschleifen ausgelöst werden. Üblicherweise fährt ein Auto an die stets rote Ampel, kommt auf einer in die Straße eingelassene Induktionsschleife zum Stehen und löst dadurch eine Grünphase aus.
Oft sind die Induktionsschleife dieser Ampeln zu träge, um auch ein Fahrrad zu erkennen. Selbst ein Fahrrad mit Anhänger hat zu wenig Masse, um eine Grünphase auszulösen. Den Radfahrern bleibt nur, einen Umweg zu fahren oder umzukehren und aufzugeben. Zu Hause ist es ja auch schön.

Der rote Knopf macht das Fahrrad kurz zum Auto
Doch findige Amerikaner haben jetzt eine Lösung gefunden, um träge Induktionsschleifen zu übertölpeln. Der „Traffic Loop Sensor Aktivator“, US-Patent Nr. 7432827, verursacht kurzfristig per Knopfdruck ein starkes Magnetfeld, wodurch die trägste Induktionsschleife ausgelöst werden kann. Dazu muss das Fahrrad lediglich über der Schleife zum Stehen gebracht werden.

Dieses Ding muss über der Induktionsschleife stehen.
Es ist allerdings noch unklar, ob dieses Gerät im Straßenverkehr legal eingesetzt werden darf.
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Erfindung gefunden bei: core 77
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Montag, 17. November 2008
Seit 1995 bringt die Freiwilligen-Agentur Bremen Ehrenamtliche und verschiedene Organisationen zusammen. Davon profitieren auch der ADFC Bremen und die aktiven Vereinsmitglieder. Denn einige ADFC-Aktive wurden über die Freiwilligen-Agentur vermittelt. Jan Brüning, Redakteur der Fahrradzeitung pedal des ADFC Bremen, sprach mit Birgitt Pfeiffer, der Leiterin der Freiwilligen-Agentur Bremen, über Chancen und Probleme ehrenamtlichen Engagements. Als Schwerpunktthema ist dieses Interview Teil der aktuellen pedal-Ausgabe 4/2008.
Frau Pfeiffer, bei allen Berichten über Politikverdrossenheit und eine Individualisierung der Gesellschaft: verliert das Ehrenamt seine Bedeutung?
Nein, ganz im Gegenteil. Unsere Erfahrungen zeigen einen stetigen Anstieg freiwilligen Engagements. Wir gehen davon aus, dass sich zwischen 20 und 30 Prozent der Bremer in verschiedenen Formen engagieren. Ganz besonders aktiv sind dabei zwei Gruppen: Ältere Menschen und Jugendliche. Was ist denn daran so attraktiv, die Freizeit mit Arbeit zu verbringen? Häufig ist es der Wunsch, die Gesellschaft im Kleinen mitzugestalten. Auch soziale Kontakte spielen eine große Rolle, gerade bei Älteren. Für sie kann Freiwilligenarbeit eine neue Aufgabe im Leben bedeuten. Jugendliche oder jüngere Menschen nutzen Freiwilligenarbeit um sich auszuprobieren und etwas „fürs Leben“ zu lernen.
Wenn ich mich engagieren will: was sollte ich beachten?
Man sollte sich wirklich klar darüber werden, was man will. Wie viel Zeit will ich investieren, in welchem Bereich will ich arbeiten und wie lange soll mein Engagement dauern. Sind diese Fragen geklärt, lassen sich Enttäuschungen vermeiden. Auch Dinge wie Versicherungen, Fortbildungen und die Erstattung von Kosten sollten angesprochen werden.
Probleme lassen sich aber wohl nie ganz ausschließen?
Das stimmt, leider. Unsere Qualifizierungsangebote sollen Vereine und Organisationen für die Freiwilligenarbeit sensibilisieren. Wenn sie sich nicht nur als Profiteure sehen, sondern auf die Bedürfnisse der Ehrenamtlichen eingehen, dann haben beide Seiten etwas davon. Klare Verantwortungsbereiche und Ansprechpartner helfen Probleme zu vermeiden.
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pedal-Redakteur Jan Brüning fragte Birgitt Pfeiffer, Leiterin der Freiwilligen-Agentur Bremen.
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ADFC.vor.Ort, Ehrenamt, Politik | Mit Tag(s) versehen: Aktiv, Ehrenamt, Freiwilligenagentur |
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