In einem Aufsehen erregenden Test hat der ADFC einen Betrugsskandal aufgedeckt: ein in Baumärkten angebotenes Billigschloss von PROFEX wurde unverdient mit dem Stiftung-Warentest-Urteil „gut“ angepriesen. Aber weder hielt es Aufbruchversuchen angemessen lange stand, noch hatte die Stiftung Warentest für dieses Schloss jemals ein Urteil vergeben!
Die ADFC-Tests wurden in einem Fernsehbeitrag auf Kabel 1 gezeigt. Dort ist zu sehen, wie der ADFC-Tester André Gläser am Hauptbahnhof Bremen und vor der ADFC Radstation Bremen Fahrräder knackt. Natürlich nur die Eigenen.
Zum Video (kann hier leider nicht eingebettet werden)
Zur Pressemitteilung des ADFC Bundesverband
Zur Pressemitteilung der Stiftung Warentest
André Gläser will nun weiter forschen und sucht darum Bügelschlösser, wie sie im LIDL-Angebotsprospekt Ausgabe 32/2008, gültig ab Montag 04.08.2008 erhältlich waren, sowie Bügelschlösser der Marke Büchel mit der Bezeichnung Sekura KB 302.
Bei den Büchel-Schlössern ist wichtig, sowohl ältere Bügelschlösser aus dem Zeitraum Juli 2007 als auch aus dem derzeitigem Angebot zu beschaffen. Zu aktuellen Bügelschlössern von Büchel reichen auch Quellenangaben zu Einkaufsmöglichkeiten.
Wer solche Schlösser besitzt, wird gebeten, diese nach Rücksprache zum ADFC Bundesverband an André Gläser zu senden. Die Kosten für das Schloss und den Transport werden nach Vereinbarung selbstverständlich erstattet oder im Tausch gegen ein hochwertiges ABUS-Bügelschloss ersetzt.
Kontakt: andre.glaeser@adfc.de










Donnerstag, 30. Oktober 2008 um 11:59
[...] Billigschloss mit einem gefälschten Stiftung-Warentest-Urteil. Welches Schloss das war, steht HIER __________________ ___________________ [...]
Dienstag, 11. November 2008 um 5:36
[...] immer noch im Handel Am 14. Oktober wurde hier über einen Test des ADFC Bundesverbandes berichtet, bei dem sich herausstellte, dass ein [...]
Montag, 27. Juli 2009 um 1:02
Tja billig ist eben doch nicht immer gut! Eine Faustregel besagt, man sollte mindestens 10% des Fahrrad-Kaufpreises in ein geeignetes Schloss stecken. Es macht auch absolut keinen Sinn, ein gutes Rad mit einem billigem Schloss zu sichern. Ich finde, wenn man um die 500 Euro für sein Rad ausgibt, sollte einem dessen Sicherheit auch ca. 50 Euro wert sein. Habe mir gerade den Testsieger der Stiftung Warentest von 2007, das Abus Varedo 47 (das Original) in einem guten Fachgeschäft geholt für ganze 54,95 Euro. Ich kann dieses Schloss nur jedem empfehlen. Wichtig ist aber der Herstellername Abus. Ich fand den Preis anfangs schon etwas happig, aber dafür weiß ich dass mein Rad gut gesichert ist und das ist es mir allemal wert. Aber wenn die Leute nur immer noch billigere Produkte kaufen wollen, dann dürfen sie sich auch nicht beklagen, wenn sie bei den Blöd-Märkten und Billigläden nur Schund bekommen. Qualität hat eben nunmal ihren Preis, aber leider gibt es kaum noch ein Qualitätsbewusstsein!
Samstag, 15. August 2009 um 14:57
Leider kann ein professioneller Dieb jedes noch so teuere Schloss aufmachen. Da hilft auch kein überteuertes Markenprodukt.
Für mein deutsches Manufaktur-Fahrrad habe ich deshalb einen indischen Software-Entwickler engagiert, der mich auf Touren begleitet und den Objektschutz übernimmt.
Sonntag, 30. August 2009 um 1:17
Stimmt schon, ein professioneller Dieb kann natürlich jedes Schloss aufbekommen, wenn er unbedingt will. Aber: Erstens sind bei weitem nicht alle Diebe Profis und gute Qualitätsschlösser bieten sehr wohl einen ganz passablen Schutz gegen Werkzeuge wie Bolzenschneider, Seitenschneider, Eisspray etc. Zweitens wird laut Polizei kaum ein Dieb mehr als 3 Minuten lang versuchen, ein Schloss aufzubekommen, sondern sich dann lieber ein weniger gut gesichertes Rad suchen (diese Suche ist oft auch gar nicht schwer). Denn auch Diebe machen Kosten-Nutzen-Rechnungen auf. Und das ist eben der Unterschied zu Billigschlössern: Sie schützen nicht mal vor Gelegenheitsdieben. Bei sehr teuren Rädern sollte man auf jeden Fall eine Versicherung abschließen.