Utbremer Straße: Radfahrer werden ausgebremst!
Der ADFC protestiert gegen die Behinderung des Radverkehrs an der Utbremer Straße, Einmündung Borkumstraße: Neue Absperrgitter an den Einmündungen nehmen Radfahrern auf einer vorfahrtsberechtigten Straße die Vorfahrt und verhindern, dass sie ihre Fahrt unbehindert und zügig fortsetzen können - und das an einer wichtigen Hauptroute für den Radverkehr. Außerdem ist die Vorfahrtsregelung an dieser Ecke für alle Verkehrsteilnehmer nicht eindeutig klar.
An der Einmündung Borkumstraße wurden auf dem Zweirichtungsradweg seit Jahren Radfahrer und Radfahrerinnen von unaufmerksamen Autofahrern übersehen und angefahren. Auch die Hochpflasterung des Zweirichtungsradweges und aufgestellte Warnschilder konnten Radfahrende auf der auch für sie vorfahrtsberechtigten Strecke nicht besser schützen. Aus diesem Grund hat das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) vor einem halben Jahr die Verkehrsführung geändert: Die Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet wurde von der Borkumstraße in die Norderneystraße verlegt. Auch über die Juiststraße konnten Kraftfahrzeuge auf die Utbremer Straße gelangen. Die Autolobby protestierte und der Beirat Walle forderte die erneute Änderung der Verkehrsführung und setzte sich durch.
Diese Regelung widerspricht klar dem Verursacherprinzip und somit auch dem Rechtsempfinden der Radfahrerinnen und Radfahrer. Denn zu den Unfällen führte allein das Fehlverhalten von Kfz-Fahrern, die sich nur nach links orientierten, und deshalb die von rechts kommenden Radfahrer übersahen. Der ADFC hatte bereits im Oktober 2007 davor gewarnt, dem politischen Druck nachzugeben und die von Fachleuten gefundene Lösung, den Autoverkehr über die Norderneystraße fahren zu lassen, vorzeitig zu kappen. Mindestens eine einjährige Probezeit mit Beobachtung wäre angezeigt gewesen.


